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Borussia Kattowitz

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Borussia Kattowitz
Manager: Dendo
Gründung: Januar 2009, Saison 62
Liga: Landesliga 18
Stadion: Rawa-Stadion (1.900 Plätze)

Die Borussia Kattowitz ist ein Verein aus Polen, der in der Saison 62 gegründet wurde. Er trägt seine Heimspiele im Rawa-Stadion aus, am gleichnamigen Fluss.

Gleich in der ersten Saison gelang der Mannschaft, die sich vorwiegend aus älteren, erfahrenen Akteuren zusammensetzte, der Aufstieg von der Bezirksliga in die Landesklasse. Sie belegte am Ende nämlich den fünften Tabellenrang. Vor und während der Saison wechselten sage und schreibe 19 Spieler an die Rawa. Dabei bediente man sich auch des Öfteren am Amateurmarkt. Der teuerste Transfer war Tino Schlichthorn, für den die Borussia 100.000 Euro auf den Tisch legte. Doch er sollte sein Geld wert sein.

Zur neuen Saison wurde der Kader noch einmal verstärkt. Wieder waren es erfahrene Recken und alte Haudegen, die der Verein verpflichtete. Man setzte somit auf Erfahrung. Ein Top-Transfer war der Rechsstürmer Tomas Hentsch, den der Klub für rund 250.000 Euro holte. Das Ziel war ursprünglich, sich erst einmal in der Landesklasse zu etablieren. Im Laufe der Saison zeigte sich aber, dass dies ein sehr bescheidenes Saisonziel war, da das Team permanent unter den Top 3 der Tabelle vertreten war. Am letzten Spieltag schaffte die Mannschaft den Sprung auf den zweiten Platz - der nächste Aufstieg war perfekt. Sensationell!

Während der Saison 64 wurden noch zwei Spieler verpflichtet (Björn Jung für 482.000 Euro und Rudi Rothfels für 300.000 Euro), obwohl der Verein finanzielle Probleme hatte. Schulden von mehreren Hunderttausend Euro bereiteten den Verantwortlichen Bauchschmerzen. Doch bereits in der Anfangsphase der Saison war der Verein in der Lage, die Schulden zu tilgen sodass wieder schwarze Zahlen geschrieben werden konnten. Sportlich gesehen lief es bei der Borussia auch in dieser Saison wieder rund. Nach 34 Spieltagen stand der Klub mit 19 Siegen und 65 Punkten auf dem sechsten Tabellenrang - und das als Aufsteiger!

Seit der Saison 64 wurden die Vereinsverantwortlichen wieder mal von finanziellen Problemen geplagt. Fast eine Million Euro Schulden hatte der Verein zu bewältigen. Das viele Geld wurde verwendet, um neue Spieler zu zu holen: Alexander Eloo und Niwat Narkbunnum wechselten zur Saison 65 an die Rawa.

Am Ende der Saison 65 fand sich die Borussia auf dem achten Tabellenrang wieder. Damit konnte die Borussia sehr zufrieden sein. Zur neuen Saison wurde das Rawa-Stadion ausgebaut, sodass circa 1.900 Zuschauer Platz finden konnten.

In der Saison 66 mischte die Borussia lange im Aufstiegskampf mit. Bis zum 31. Spieltag deutete alles auf den Titel hin, letztlich landete man doch nur auf dem dritten Tabellenrang und verspielte den Aufstieg leichtfertig. Unnötige Niederlagen im Saisonfinale waren die Ursache hierfür.

Dafür spielte die Mannschaft eine sensationelle Saison 67. Mit 31 Siegen in 34 Spielen und nur einer Niederlage sicherte man sich den ersten Tabellenrang. Nach dieser Spielzeit verließen gleich sechs Routiners den Verein aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters.

Mit einer Rumpftruppe ging man in die Saison 68; die Leistungsträger konnten aufgrund mangelnder finanzieller Möglichkeiten nicht adäquat ersetzt werden; dafür mussten es junge, unerfahrene Spieler richten. Folgerichtig landete die Borussia am Ende auf dem 16. Tabellenrang. Auch ein beeindruckender Endspurt in der Schlussphase der Spielzeit konnte den Verein nicht vor dem Abstieg bewahren.

Durch einen Kredit konnte vor der Saison 69 etwas Geld beschafft werden, um einige neue Spieler zu holen. Leider standen nach der Einkaufstour etwa zwei Millionen Euro Schulden zu Buche. Keine optimalen Bedingungen für einen Absteiger, doch die Borussia erreichte nach einer guten Hinserie einen Platz im Mittelfeld (Rang 10). Einzig und allein die missratene Rückrunde verhinderte ein besseres Resultat.

Zu Beginn der Saison 70 galt das Ziel, sich in der Landesliga zu etablieren. Und dieses Ziel sollte auch erreicht werden. Weil die jungen, entwicklungsfähigen Neuzugänge mehr oder weniger eingeschlugen, stand die Borussia abermals auf einem Mittelfeldplatz (Rang 11) - zur Überraschung aller Beteiligten.

Alte, erfahrene Leistungsträger wie Joost Altenbernd gingen, junge Wilde vom Amateurmarkt kamen: Aufgrund anhaltender finanzieller Schwierigkeiten konnte Borussia Kattowitz in der Saison 71 den Qualitäten, die notwendig waren, um in der Landesliga bestehen zu können, nicht gerecht werden. Die unerfahrenen Spieler kamen wie erwartet nicht mit dem hohen Leistungsdruck und den Begebenheiten dieser Liga zurecht. Folglich war der 16. Tabellenrang und der Abstieg ins Niemandsland bzw. in die Landesklasse keine große Überraschung. Durch die vorgenommenen Sparmaßnahmen konnten immerhin die Verbindlichkeiten um ca. 800.000 Euro reduziert werden, sodass "nur" noch rund 1,1 Millionen Euro Schulden zu Buche stehen.

Auch in der Saison 72 war ein strikter Sparkurs angesagt. Vor und während der Spielzeit wechselten sieben Spieler vom Amateurmarkt zur Borussia aus Kattowitz. Darüber hinaus verkaufte der Verein noch drei weitere Spieler. Durch diese Maßnahmen konnten die Schulden zunächst getilgt werden. Am Ende der Saison sprang für Kattowitz ein beachtlicher 7. Platz heraus, der alle Beteiligten zufriedenstellte. Besonders das kongeniale Sturmduo Cano/Barfuß konnte überzeugen und war mit verantwortlich dafür, dass der Klub eine der besten Offensiv-Abteilungen der Liga in seinen Reihen hatte.

Zur Spielzeit 73 war der Vorstand fast schon gezwungen, Neuverpflichtungen vorzunehmen, um ein Team aufbieten zu können, das im oberen Tabellendrittel mitspielt, wo sich die Mannschaft etablieren sollte. Durch die Transfers und notwendige Renovierungsmaßnahmen am Stadio standen wiederum knapp eine Million Schulden zu Buche. Doch das Geld sollte sich lohnen; die Neuzugänge schlugen ein, vor allem Ingo Regel trug als zweikampfstärkster Mittelfeldspieler dazu bei, dass Borussia Kattowitz am Ende einen starken 4. Tabellenrang belegte. Auch Andrea Cano, der seine Karriere nach der Saison beendete, zeigte mit 27 Saisontoren nochmals seine Qualitäten. Die Schulden konnten indes während der Saison auf ca. 100.000 Euro gesenkt werden.

Nach dem Karrieende Canos wurde für rund 600.000 Euro ein neuer Stürmer verpflichtet. Doch der Brasilianer Roger Conceicao konnte die hohen Erwartungen nicht im Geringsten erfüllen, er erzielte lediglich 12 Tore in 34 Spielen. Sein Sturmpartner Wilfried Barfuß konnte dieselbe Ausbeute verbuchen. Doch in jener Saison 74 bewies die Borussia, dass sie nicht nur von den Qualitäten ihrer Angreifer abhängig ist. Auch die Mittelfeldspieler demonstrierten Torgefahr und vor allem die Abwehr war für die Gegner nur schwer zu knacken. Nichtsdestotrotz war der erste Tabellenrang am Ende der Saison ein überraschendes Resultat. Im extremen dicht gestaffelten oberen Tabellendrittel, in der jedes Team bis zum Schluss die Chance hatte, aufzusteigen, setzte sich Kattowitz am letzten Spieltag durch und wurde Meister der Landesklasse 16. Auch die finanziellen Schwierigkeiten, die den Verein seit vielen Spielzeiten belasteten, konnten bewältigt werden.

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