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El Comunista

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El Comunista
Abkürzung EC
Herausgeber Robsche1991
Chefredakteur Alessandro Rosetta
Stellvertreter Mortimer Illingworth
Fotos Kaspar Kasparov
Druck Drucker & Hijo


El Comunista (span. der Kommunist) ist die Vereinszeitung von Roter Stern Sachsendorf. Genau wie der Verein verfolgt er kommunistsche Ideale, was in seiner Berichterstattung auch klar zu erkennen ist. Unter Kritikern ist "EC" vor allem für seine interessanten und gut recherchierten Artikel anerkannt. Diese gehen dabei oft über die fußballerischen Ereignisse rund um den Verein hinaus und beschäftigen sich oft mit sozialen und weltpolitischen Themen.


Inhaltsverzeichnis
1 Redaktion
2 Druck
3 Inhalte der Internet-Ausgabe
4 Aktuelle Ausgabe
5 Kommende Ausgabe
6 Archiv
7 Ihre Meinung ist uns wichtig

Redaktion

  • Alessandro Rosetta
  • Alessandro Rosetta, Chefredakteur von EC, verbindet das Fachwissen eines fanatischen Fußballfans mit den politischen Sachkenntnissen eines seriösen Journalisten und dem Gerechigkeitssinn eines überzeugten Kommunisten. Genau nach dieser Kombination suchte die Vereinsführung von Roter Stern Sachsendorf, als sie die Redaktion von EC zusammenstellte.
    So geht Alessandro sogar in Redaktionssitzungen - ein echter Fan der Comukickers
    Geboren und aufgewachsen in Rosario, begann Alessandro Rosetta mit 14 eine Ausbildung in den Stahlwerken der Stadt, in denen auch seine Eltern und Großeltern arbeiteten. Nebenbei spielte er in der werkseigenen Fußballmannschaft Obreros Rosario. Seine fehlende Technik machte der als härtester Innenverteidiger der argentinischen Jugendliga gefürchtete Alessandro mit seiner enormen Laufstäke und seinem teilweise übertrieben Einsatz wett.
    Im Alter von 21 führten Rationalisierungsmaßnahmen zur Entlassung von Alessandro Rosetta. Diese offenkundige Ungerechtigkeit trieb ihn in die schützenden Arme des Kommunismus. Er beschloss linker Schriftsteller zu werden und begann eine Ausbildung zum Journalisten.
    Nach längeren Auslandsaufenthalten und Volontariaten beim Neuen Deutschland und bei Granma kehrte er in seine Heimat zurück. Hier schrieb er zu Beginn kleinere Kommentare zum politischen Weltgeschehen und Artikel über lokale Fußballereignisse. Dabei eckte er oft durch seine offenkundig linke Weltanschauung an, die er selbst bei Spielberichten der Landesliga einfließen ließ.
    Sein erstes veröffentlichtes Buch wurde in Argentinien zum Skandal. In El Juicio Final (Das jüngste Gericht) prangerte er die Korruption im Staatswesen, die Veruntreuung von Steuergeldern und die Gleichgültigkeit der Unternehmer gegenüber ihren Arbeitern an. Allerdings führte dieses Werk auch dazu, dass er über die Grenzen von Rosario und Argentinien hinaus Bekanntheit erlangte.
    Auch nach zwei überlebten Mordanschlägen, hinter denen nach Alessandros Aussage mit Sicherheit ein hoher argentinischer Politiker steckt, ist sein Willen, die Welt zu verbessern, ungebrochen.
    Von der Gründung von Roter Stern Sachsendorf am 14.10.2008 war Alessandro Rosetta sofort begeistert. Er war einer der ersten Mitglieder und übernahm voller Tatendrang das Amt des Chefredakteurs von El Comunista. Aufgrund seiner journalistischen Vielseitigkeit schreibt er dabei sowohl für den fußballerischen Teil als auch für den Kommunistischen Bereich.


  • Mortimer Illingworth
  • Mortimer in seiner Alltagskleidung - very british
    Mortimer Illingworth ist der zweite Mann hinter Alessandro Rosetta bei EC. Mit seinem sehr sachlichen Stil bildet er den perfekten Gegenpart zur euphorischen und teilweise auch etwas derebn Schreibweise von Alessandro.
    Als Sohn eines britischen Beamten auf den Falkland-Inseln geboren, wurde er früh nach England geschickt, wo er eine hervorragende Ausbildung in den besten Schulen des Landes genoss (z.B. Eton und Oxford)
    Danach arbeitete er unter anderem für die Times und den Mirror, für die er auch 1982 als Kriegsberichterstatter über den Falklandkrieg schrieb.
    Nach dem Sieg der Briten, reiste Mortimer durch Argentinien, um dem Publikum in seiner europäischen Heimat vom wirtschaftlichen Rückstand des "Feindes" zu berichten. Illingworth, bis dahin ein überzeugter britischer Patriot und Kapitalist erlebte in den Slums von Buenos Aires ein krassen Sinneswandel. Von der fürchterlichen Armut der Leute dort geschockt, wandte er sich vom Kapitalismus ab und fand Erfüllung im Kommunismus.
    So wurde er einer der bekanntesten britischen Sozialkritiker. Der Erlös seiner Werke, zu deren bekanntesten "You ought to be ashamed of yourselves" und "The oxes of society" gehören, fließen vollständig in seine eigene Stiftung It's all about children, die sich um Straßenkinder in Lateinamerika kümmert.
    Mortimers Aufgabenbereich bei El Comunista beschränkt sich vorwiegend auf außerfußballerische Themen, da er nach eigener Aussage ein eher moderater Fußballfan sei. Aufgrund seiner Zeit in Oxford begeistere er sich vor allem fürs Rudern, schaue sich aber auch mal gerne eine Kricket- oder Polopartie in seiner Freizeit an. Zudem ist er einer der besten britischen Bridgespieler.


  • Pedro Gonzales
  • Pedro Gonzales, Jahrgang 1900 und seineszeichens ältestes Vereinsmitglied von Roter Stern Sachsendorf ist wohl einer der bekanntesten Senioren Argentiniens. Für viele ist neben dem Comubunny des Monats, seine Kolumne "Pedros Welt" der Hauptgrund für den Kauf von EC. Charmant, humorvoll und teilweise sehr bissig beleuchtet er die wichtigsten Ereignisse des letzten Monats. Dabei ist es ihm egal, ob es um Fußball, Politik oder das letzte Fest der "Rüstigen Senioren Rosarios" geht. Als besonders hilfreich erwies sich dabei seine große Lebenserfahrung aus Lebensjahren.
    Seine Kindheit, die er auf der Schweinefarm seines Vaters in der spanischen Sierra Nevada verbrachte, prägte ihn seiner Meinung nach am meisten. Hier lernte er, mt Entbehrungen umzugehen.
    Pedro Gonzales zusammen mit seiner Frau Maria 1974
    Mit 14 wanderte er dann nach Argentinien aus, wo er sich am Anfang mit Gelegenheitsjobs durchschlug. Später erwarb er eine kleines Wirtshaus in Rosario, das er nach seiner Mutter benannte. In der "Alma" wurde dann auch 1918 die Partido Comunista de la Argentina gegründet, zu deren Gründungsmitgliedern auch Pedro gehörte. Dieser Fakt wurde allerdings in der Geschichtsschreibung schlichtweg vergessen.
    1926 heiratete Pedro seine Frau Maria. Mit ihr bekam er 6 Kinder, was dazu führte, dass er heute letzten Schätzungen zu Folge, 20 Enkel, 64 Urenkel, 150 Ururenkel und 40 Urururenkel hat.
    Eine drastische Änderung in seinem Leben gab es 1976. Nach dem Putsch von General Jorge Videla und der Errichtung einer Militärdiktatur wurde Pedro zusammen mit seinen Söhnen, Enkeln und einigen Urenkeln Widerstandkämpfer. Während der 7 Jahre andauernden Herrschaft des Militärs saß er insgesamt 27 mal im Gefängnis und wurde dort nach eigenen Aussagen bis aufs Blut gefoltert. Dies, so sagt er, stärkte jedoch nur noch seine Überzeugung.
    Nach dem Ende von Videlas Herrschaft 1983 begann Pedro damit schriftstellerisch und journalistisch tätig zu werden und das im Alter von 83 Jahren. Er schrieb vor allem über die Zeit seiner Gefangenschaft, befasste sich aber in seinen Erzählungen und Gedichten auch mit dem Leben der einfachen Leute in Argentinien und Spanien.
    Seine Autobiographie "Mierda de cerdo" gilt allerdings bis heute als sein größtes Werk. Humorvoll und melancholisch zugleich schildert er eindringlich die wichtigsten Passagen sines Lebens. Aufgrund seines hohen Alters ist das Buch mehr als 1500 Seiten lang.


  • Kaspar Kasparov
  • Kaspar Kasparov, Starfotograf von EC, wurde 1980 in Wladiwostok geboren. Schon früh begeisterte er sich für die Fotografie. Im Alter von 8 Jahren bekam er von seinemVater seine erste Kamera geschenkt. Von diesem Tag an fotografierte er alles und jeden. Ab seinem 11. Lebensjahr entwickelte er auch die Filme selber.
    Kaspar zeigt bei seiner Arbeit immer vollen Einsatzwillen - hier beim Erstellen eines Bildbandes über FKK in Ostdeutschland
    Nach einer dreimonatigen Lehre bei einem Portraitfotografen, der ihn mit den Worten "Ich weiß nicht, was ich dir noch beibringen soll" verabschiedete, zog Kaspar in die russische Hauptstadt. Hier bekam der damals 16-Jährige bald eine Anstellung bei der Prawda. Schnell fielen seine außergewöhnlich guten Fotos einem Moskauer Galeristen auf, der Teile Kaspars Sammlung bei sich ausstellte. Kaspar Kasparov wurde so einem breiteren Publikum bekannt. So war es auch möglich, dass er seinen ersten Bildband auf den Markt bringen konnte. Страна Востока wurde zu einem Bestseller. Atemberaubende Bilder aus Kapars Heimat Sibierien überzeugten Russlands Käufer, und auch im westlichen Ausland erreichte sein Werk einen gewissen Bekannteheitsgrad. Kaspar war nun zum Bestandteil der Moskauer High Society geworden, was sich allerdings schlagartig änderte, als er damit begann das Putin-Regime zu kritisieren.
    Nach einem schweren Autounfall aufgrund defekter Bremsschläuche entschied er sich, seine Heimat zu verlassen und kam über viele Umwege zu uns nach Rosario.
    Schon immer links wurde er Mitglied von Roter Stern Sachsendorf und Fotograf von El Comunista. Er ist für fast alle Fotos, die im EC erscheinen, verantwortlich. Dabei mache ihm die Arbeit mit den Comubunnies am meisten Spaß, wie er regelmäßig betont.

    Druck

  • Drucker & Hijo
  • Bei Familie Drucker passt der Ausspruch: "Unser Name ist unser Auftrag." wie die Faust aufs Auge. Bereits 1681 wurde in der Stadtchronik von Augsburg ein Drucker mit diesem Namen erwähnt. Und auch noch heute existiert, die familieneigene Druckerei in Augsburg.
    Die argentinische Filiale entstand 1917. Edelbert, der zweitälteste Sohn von Friedbert Drucker, der
    Das Logo von D&H
    schon immer als Freigeist bekannt war, bekannte sich offiziell zum Kommunismus und unterstützte die Ideen der Oktoberrevolution in Russland. Dies führte in der erzkonservativen Druckerfamilie zu einem Eklat, an dessen Ende Edelbert nach Argentinien auswanderte. Hier gründete er seine eigene kleine Druckerei und schloß sich der Partido Comunista de la Argentina an.
    Nach harten und entbehrungsreichen Anfangsjahren, in denen sich Edelbert vorwiegend mit dem Drucken von Flugblätter für die PCA über Wasser hielt, begann sich Drucker & Hijo in den 30er Jahren zu einem erfolgreichen Kleinunternehmen zu entwickeln. Dabei waren die Kunden vorwiegend Klein- und Kleinstbetriebe sowie Privatpersonen. Mit der Zeit entwickelte sich die Tradition, dass die Firma stets vom Vater und vom ältesten Sohn geleitet wurde (daher auch der Name).
    Heute drucken die Druckers schon in der dritten Generation in Argentinien. Als El Comunista an die Familie herantrat und ihr eine Zusammenarbeit anbot, waren die beiden heutigen Chefs Franz und Wolfram Drucker sofort begeistert. Über all die Jahre hat sich nichts an der politischen Einstellung der Familie geändert, die sie von Edelbert "geerbt" haben.
    So wurde EC einer der größten Auftraggeber von Drucker & Hijo.

    Inhalte der Internet-Ausgabe

    Die Ausgabe von EC, die hier auf dieser Website erscheint, enthält nicht alle Artikel der gedruckten Variante. Stattdessen wurden die wichtigsten ausgesucht. Um den gesamten Umfang von El Comunista zu genießen, kaufen Sie sie bei einem Zeitungsverkäufer Ihres Vertrauens oder bestellen sie direkt bei uns.

    Folgende Artikel enthält die Internet-Ausgabe generell:

  • Pedros Welt
  • Ob Fußball, Politik oder lokale Rentnertreffen, Pedro Gonzales kommentiert alles und jeden. Dabei nimmt er nie ein Blatt vor den Mund und zeichnet charmant und humorvoll die Hintergründe dieser Ereignisse auf.
  • Knallhart nachgefragt
  • Dieses monatliche Interview mit einer für den Verein bedeutenden Persönlichkeit lässt keine Fragen offen, denn der Interviewte darf das Büro erst verlassen, wenn der Reporter keine mehr hat.
  • Comubunny des Monats
  • Die schönsten Seiten des Kommunismus kann man hier sehen. Erfolgreiche Arbeiterinnen zeigen, dass sie zwar genauso behandelt werden wollen, wie ihre männlichen Mitarbeiter, aber bei weitem nicht so scheiße aussehen müssen, wie diese.
  • Was macht eigentlich...
  • In dieser Rubrik schaut EC bei ehemaligen Spielern, Mitarbeitern oder sonstigen Leuten, die was mit dem Verein zu tun hatten, nach, was sie heute machen.

    Aktuelle Ausgabe

    Editorial

    Das Jahr 2009 ist vorbei und 12 Ausgaben von El Comunista liegen hinter uns. Als wir im Januar die erste Internet-Ausgabe herausbrachten, waren wir nicht sicher, wie das Publikum reagieren würde. Doch schon bald erhielten wir von vielen Seiten positive Resonanz auf unsere Arbeit, die uns nur bestärkten, weiterzumachen.
    Allerdings mussten wir auch bald feststellen, dass wir uns logistisch nicht weiter in der Lage sehen, jeden Monat eine Ausgabe zusammenzustellen. Deshalb haben wir uns nach langen Diskussionen dafür entschieden, nur noch jeden zweiten Monat einen neuen EC herauszubringen. Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, dass Sie, lieber Leser, trotzdem weiterhin unsere Zeitung mit dem selben Elan lesen werden, wie Sie es bisher getan haben. Ihr Alessandro Rosetta.

    Comubunny des Jahres

    Endergebnis
    Januar 8 Stimmen
    Februar 9 Stimmen
    März 0 Stimmen
    April 4 Stimmen
    Mai 0 Stimmen
    Juni 1 Stimme
    Juli 1 Stimme
    August 1 Stimme
    September 0 Stimmen
    Oktober 1 Stimme
    November 1 Stimme
    Dezember 1 Stimme

    Als besondern Service stellen wir Ihnen hier exklusiv noch weitere Fotos unserer neuen Mitarbeiterin zur Verfügung:

  • Bild 1
  • Bild 2
  • Bild 3
  • Bild 4
  • Bild 5
  • Die Würfel sind gefallen bzw. die Stimmzettel ausgezählt. Links sehen Sie das Endergebnis. Damit ist Natascha Solowjow, die Schönheit aus Leningrad, das Comubunny 2009. Sie gewann mit diesem Bild.
    Wir haben ein Interview mit der glücklichen Gewinnerin geführt.

    EC: Natascha, herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg. Was bedeutet er dir?

    NS: Viel. Natürlich ist es schön, wenn man so eine Auszeichnung erhält. Allerdings denke ich, da sie in erster Linie mein Aussehen betrifft, dass es weitaus bessere Auszeichnungen gibt, die man erhalten kann.

    EC: Was glaubst du war der Grund, warum die Mehrheit der EC-Leser dich zum Comubunny des Jahres gewählt hat?

    NS: Gute Frage. Ich hab mir natürlich meine Mitbewerberinnen angeschaut und ich muss schon sagen, dass der Slogan „Die schönsten Seiten des Kommunismus“ absolut berechtigt ist. Jede hätte den Sieg verdient gehabt. Allerdings denke ich, dass mir vor allem meine blonden Haare zum Sieg verholfen haben, denn die meisten anderen Comubunnies waren brünett oder schwarzhaarig und ein großer Teil der Männer soll ja blonde Frauen bevorzugen. Und vielleicht haben auch der Hammer und die Sichel im Bildhintergrund ihren Teil zu meinem Erfolg beigetragen.

    EC: So, wir sind glücklich, jetzt verkünden zu können, dass sich die Vereinsführung zu einer Zusammenarbeit mit dir entschlossen hat. Kannst du uns dazu mehr sagen?

    NS: Es geht um Öffentlichkeitsarbeit, die ich übernehmen werde, das heißt, ich soll mehr oder weniger Werbung für den Verein machen. Die Vereinsführung erhofft sich dadurch, dass Männer in der ganzen Welt Roter Stern Sachsendorf nicht nur mit gutem Fußball verbinden, sondern auch mit schönen Frauen. Damit wären nämlich die beiden Lieblingsdinge der meisten Männer in unserem Verein verbunden.

    EC: Ich denke, diese Personalentscheidung war eine der besten, die der Verein wohl je getroffen hat.

    NS: Ihr beschämt mich. (klimpert mit den Augen)

    EC: Hach, schon allein dieser Augenaufschlag war das Interview wert.


    Pedros Welt

    Wieder einmal Pedros Thema - Barack Obama

    2009 ist zu Ende. Es war das Jahr 1 nach George W. Bush, das Jahr 1 von Barack Obamas Amtszeit, das Jahr 1 unseres Vereins und das Jahr 1 unserer Zeitung.
    Erst die Weltpolitik: Was war es für eine Jubelfeier, als Barack Obama im November 2008 zum ersten schwarzen Präsidenten der USA gewählt worden war. Diese Feier ging auch am 20. Januar dieses Jahres weiter, als er in sein Amt eingeführt wurde. Doch es kam, wie es kommen musste. Die Euphorie verebbte schnell, als Obama sich in der alltäglichen Politik bewähren musste. Zum einen hatte er das Pech in der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten Präsident der USA zu werden, zum anderen benahmen sich viele amerikanische Bürger wie quengelnde Kinder, die nicht das bekamen was sie wollten. Sie hatten wohl erwartet, dass Obama innerhalb weniger Monate die USA wieder dahin führen würde, wo sie aus ihrer Sicht hingehörte, an die Spitze, bewundert und vergöttert von allen freiheitsliebenden Menschen dieser Erde.
    Das es anders kam liegt nicht nur an der Propaganda der extremen Republikaner, die ihre Wahlkampfparolen im folgenden einfach fortsetzten, sondern auch an Obama selbst. Die Nichtveröffentlichung von Guantanamo-Bildern entsprach wohl kaum den Wahlversprechen Obamas. Und auch sonst beging er einige Fehler.
    Nichtsdestotrotz war wohl noch nie ein Präsident der USA einer solchen Hetzkampagne ausgesetzt wie er. Beachtenswert ist dabei allerdings die Tatsache, dass ihn die restliche Welt, vor allem die Europäer weiterhin bejubeln oder zumindest beklatschen, etwas, was ihnen bei seinem Vorgänger wohl nur selten eingefallen ist.
    Man wird sehen, wie sich seine Präsidentschaft weiterentwickelt. Die Vergabe des Friedensnobelpreis an ihn ist dabei nicht besonders hilfreich, da sie Erwartungen weckt, die er wohl nicht erfüllen kann.
    Fernab dieses Weltgeschehens entwickelte sich unser Verein so langsam zu einer festen Größe im argentinischen Fußball. Und nicht nur in Argentinien wird man auf ihn aufmerksam, nein, auch in vielen anderen Orten auf dieser Welt ist Roter Stern Sachsendorf ein Begriff, wie die Fanfreundschaften zum polnischen Gdansk und zum australischen 1.FC Magdeburgerforth zeigen. Dazu trägt bestimmt auch diese wundervolle Zeitung bei, in der ich voller Stolz jeden Monat meine Kolumne veröffentlichen durfte. Dass dies nun nur noch jede zweiten Monat geschehen wird, macht mich natürlich etwas traurig, allerdings werde ich in meinen Texten dann noch ausführlicher die einzelnen Themen ansprechen können.
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, werte Leser, ein schönes Jahr 2010.

    Knallhart nachgefragt

    Die ersten 13 Saison der Comukickers sind vorbei und es ist an der Zeit einmal eine Bilanz zu ziehen. Und wer könnte dies besser als Robsche1991, unser Presidente.

    Robsche1991 will lieber inkongnito bleiben, warum hat er uns auch nicht verraten

    EC: Robsche, die ersten 13 Saisons sind vorbei. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

    Rob: Durchaus positiv. Ich denke wir haben uns gut in die argentinische Ligagemeinschaft eingefügt und sind auf dem besten Wege den Status eines Kultvereins zu erlangen. Außerdem ist es uns gelungen, das rosarische Proletariat voll und ganz hinter uns zu bringen und auch andere argentinische Arbeiterschaften zu Unterstützern von uns zu machen. Auch die Kooperation mit Vereinen aus anderen Teilen dieser Welt läuft bestens.
    Natürlich haben wir sportlich und wirtschaftlich am Anfang Fehler gemacht, ich denke davon ist man nicht gefeit, wenn man ohne größere Führungserfahrung einen neuen Verein gründet. Aber meiner Meinung nach haben wir die Kinderkrankheiten nun weitestgehend überwunden und sind auf einem guten Weg.

    EC: Sie sprechen von anfänglichen Fehlern. Könnten Sie diese näher erläutern.

    Rob: Natürlich. Schon zu Beginn war es gewiss ein Fehler direkt den Aufstieg in die Landesliga zu wagen. Euphorisiert von den großen Erfolgen der Mannschaft in unserer ersten Saison und der schon damals relativ großen Fangemeinschaft waren wir etwas kurzsichtig und dachten wir könnten mit viel Mut und dem Selbstbewusstsein durch den Aufstieg uns dort schon halten. Das war allerdings ein Trugschluss. Der spätere Umbruch und der damit verbundene Abstieg zurück in die Landesklasse hat uns durchaus Zeit und Geld gekostet.
    Außerdem hätten wir vielleicht auch eher in das Estadio de Karl Marx investieren sollen. Erst zu spät erkannten wir das finanzielle und auch moralische Potential, das in einem großen Stadion liegt. Aber auch diesen Fehler haben wir ja korrigiert.

    EC: Was ist nun in im nächsten Jahr geplant?

    Rob: Ich denke, das kurzfristige Ziel ist klar. Wir wollen das jetzige Team gewinnbringend verkaufen und damit das Stadion ausbauen. Dann werden wir das selbe noch mal durchführen, also noch einmal junge Talente verpflichten, die wir dann möglichst optimal fördern und dann auch noch mal für den Stadionausbau abgegeben werden. Danach sollte das Stadion bereits eine beträchtliche Kapazität erreicht haben und wir können uns langsam aufmachen, die oberen Ligen zu entdecken. Aber ich will ja nicht zu viel verraten, es soll ja spannend bleiben, ein Comukicker-Fan zu sein.

    EC: Genau diese Strategie des Stadionausbaus durch Transfergewinne wird von vielen Anhängern unseres Vereins kritisiert. Worte wie Menschenhandel und turbokapitalistische Menschenrechtsverletzung machen die Runde. Was sagen Sie dazu?

    Rob: Ich weise diese Kritik strikt zurück. Bevor die jungen Spieler bei uns einen Vertrag unterschreiben, informieren wir sie ausführlich über diese Strategie. Das heißt, sie wissen, was sie erwartet und sie sind einverstanden, denn es hat für sie ja gewaltige Vorteile. Sie erhalten eine sehr sehr gute Ausbildung und haben eine Stammplatzgarantie, so was kann ihnen nicht jeder Verein bieten. Deshalb hat sich ja auch noch nie ein Spieler von uns über unsere Geschäftspraktiken beschwert.
    Außerdem möchte ich allen Kritikern sagen, dass man nicht gegen die Wind segeln kann, ohne sich ihm ein wenig anzupassen und das tun wir mit dieser Strategie.

    EC: Kommen wir nun zu einer Frage, die viele Fans unheimlich interessiert und von der wir denken, dass Sie sie auf jeden Fall beantworten können. Warum entschieden Sie sich nach der Ablehnung durch den DFB dazu, den Verein ausgerechnet in Rosario zu gründen?

    Rob: Eine gute Frage. Also in erster Linie suchten wir ein Land, dass vollkommen fußballverrückt war. Das traf unter anderem auf Argentinien zu. Dann sollte aber auch ein gewisser Bezug zum Kommunismus vorhanden sein, der in Rosario zum einen durch Che Guevara, zum anderen aber auch durch die große Bedeutung, die der Sozialismus in der Lokalpolitik spielt, gegeben war. Es gab neben Rosario auch noch zwei andere Kandidaten, Porto Alegre in Brasilien und Setubal in Portugal. Die entgültige Entscheidung trafen wir, nachdem wir die drei Kandidaten-Städte besucht hatten. Die Wahl fiel letzten Endes auf Rosario, da uns das hier ansässige Proletariat unserer Idee eines kommunistischen Fußballvereins am aufgeschlossensten erschien.

    EC: Seit einiger Zeit geistert das Gerücht herum, dass sie und ihre Kollegen in der Vereinsführung den Aufbau einer Nationalmannschaft eines befreundeten Bruderstaates planen. Können Sie dazu etwas sagen?

    Rob: Ach wissen Sie, man muss Gerüchte auch mal Gerüchte sein lassen. (lacht)

    EC: Dürfen wir das als ein „vielleicht“ werten?

    Rob: Vielleicht. (lacht)

    EC: Gut, ich sehe, wir werden das heute nicht mehr ergründen. Kommen wir nun zu einem Thema, bei dem Sie bestimmt redseliger sein werden. Natascha Solowjow, Comubunny des Jahres. Diese haben Sie ja nun zu einer Mitarbeiterin des Vereins gemacht. Was erhoffen Sie sich von ihr?

    Robsche1991 ist begeistert von ihr - Natascha Solowjow

    Rob: Wie ich schon gesagt habe, habe wir ja bereits einen ziemlich großen Bekanntheitsgrad erreicht. Allerdings erhoffen wir uns von Nataschas Öffentlichkeitsarbeit eine weitere Steigerung unserer Bekanntheit. Durch ihre Intelligenz, ihr umwerfendes Aussehen und ihr einnehmendes Wesen wird es ihr sicherlich gelingen, die Herzen der männlichen Fußballfans auf der ganzen Welt im Sturm zu erobern. Außerdem passt sie auch politisch perfekt zu unserem Verein, sie ist also ein absoluter Glücksgriff für uns.

    EC: Es gab aber auch Kritik an ihrer Herkunft. Einige Fans denken, dass sie als gebürtige Russin den Verein nicht so vertreten kann, wie das eine Argentinierin könnte.

    Rob: Das halte ich für absoluten Irrsinn. Ich denke zum Kommunismus und damit auch zu unserem Verein gehört der Internationalismus. Deshalb sehe ich da keine Probleme. Außerdem identifiziert sich Natascha nicht nur mit dem Verein und dessen Ideologie, sondern auch mit den Fans und deren Heimat. Sie lebt ja auch hier und ihr Freund ist auch ein gebürtiger Rosarier.

    EC: So dann habe ich noch eine allerletzte Frage, die uns in der Redaktion des EC sehr wichtig war. Wir würden gerne ihre Meinung zu unserer Zeitung wissen.

    Rob: Da ich ja an der Gründung des EC maßgeblich beteiligt war, bin ich natürlich begeistert davon, wie sich diese Zeitung entwickelt hat. Am Anfang war sie ja nur als Fanzine geplant, die sich vor allem an die Fans der Comukickers richtete. Dass sie dann auch in der weltweiten OFM-Gemeinde begeisterte Leser fand, kam natürlich schon ein bisschen überraschend, macht mich aber wirklich glücklich. Ich hoffe, Sie und ihre Redaktion setzen Ihre Arbeit weiterhin so professionell fort.

    EC: Mit Sicherheit, El Presidente, wir danken Ihnen für dieses Interview.

    Rob: Nein, der Dank liegt ganz auf meiner Seite.

    Artikelübersicht

    Comubunny Pedros Welt Knallhart nachgefragt Was macht eigentlich... Sonstiges
    Januar Clarissa - die schöne Bäuerin Jahresrückblick 2008 Pater Benedikt, der kommunistische Pfarrer Eray Dursun - Der Dönerverkäufer Gründungself Teil 1
    Februar Natascha - die Schönheit aus Leningrad Waldbrände & Stadionausbau Victor Jiménez, Vorstandsvorsitzender von DL Pietro Ammassari - Der Pokerspieler Gründungself Teil 2
    März Die rote Zora Winnenden & Eröffnungsspiel Tobias Rembrandt, Präsident von Gdansk Peter Müller – Der Antikommunist Gründungself Teil 3
    April Nanami - die Frau für Doktorspielchen Rothemden & Torschützenkönig Sebastiano Soladi, Führer der TRA Nachik Datta - Der Kamelhirte Gründungself Teil 4
    Mai Monica - Zwischen Metallplatten und Nachtclubs Saison 65 & Guantanamo Torsten Birth, Präsident des 1.FCM Ted Hastings - Der Sex-Guru Die Internationale
    Juni Valentina - Putzfrau mal ganz anders Die grüne Welle Dr. MACC Wladyslaw Kołodziejczyk - Der Fitnesstrainer Brüder, zur Sonne, zur Freiheit
    Juli Lucía - Schöner Anblick im Estadio de Karl Marx Doppelter Abschied Héctor Damián Toledo - Der unumstrittene Star Telisai Pembangunan, der asiatische Entertainer Das Solidaritätslied
    August Xalvadora - Die Schönheit vom Dock Leichtathletik-WM Bernal Palacios - Der kommende Star Allegra Oddono – Die Mätresse El Pueblo Unido
    September Cinzia - Die süße Bäckerin Bundestagswahl Izaak Goldstein - Das Sprachwunder Humberto de Hurrutia – Der chilenische Whale Watcher
    Oktober Quinta - Der (feuchte) Traum aller Teenager Der Nobelpreis Bruno Micheletto - Der Jugendtrainer Pumi-Sopa Florentin – Der Kämpfer gegen das Vergessen
    November Francesca - Die freizügige Handwerkerin Robert Enke & Der Wettskandal Roland Reichwein & Das Jugendmotto Die Pellegrino-Brüder - Die Abhangtrainer
    Dezember Ylenia - Die Weihnachtsfrau Weihnachtskommerz Enkhbaataryn Damdinsuren - Der Dramatiker Nikolaj Greve – Der Trockene

    Kommende Ausgabe

    Archiv

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    2009 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 J1
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    (Anmerkung: Die Meinungen werden immer bei der jeweiligen Ausgabe eingefügt. Das heißt, die hier zu sehenden Meinungen gehören nur zu der aktuellen Ausgabe oder sind allgemein gehalten)

    Diese OnlineZeitung ist echt der Hit.Ohne Übertreibung kann ich behaupten,es haben schon so Einige eine Vereinszeitung ins Leben gerufen,aber Keiner hat so konsequent den Weg weiter beschritten.Ich hoffe noch auf sehr viele Ausgaben.Mir ist durchaus bewusst das dies eine Menge Arbeit und Zeit in Anspruch nimmt.Aber.... ich habe da keine Bedenken!

    --Bergwolff 07. Mai 2009 19:00 (CEST)

    Ich muss meinem Vorrredner ganz und gar zustimmen! Es macht immer wieder Spaß die EC zu lesen und ich kann nur meinen Hut vor deinem Fleiß ziehen. Bravo, Große Klasse! Gegen die EC kommt der Luxemburg-Shopper in 100 Jahren nicht an, egal wie viel Zeit ich in ihn reinsetzen würde. Der EC hat einfach etwas, was einfach anziehend ist. Mach weiter so!

    --kaidercoole 7. Mai 2009 19:31 (CEST)

    Lieber Robsche,

    Ich hatte bei der Wahl ja ursprünglich bedenken, dass die Vereinszeitschrift noch nicht genügend emanzipiert von der Vereinsseite sei, und habe deswegen neutral gestimmt. Jetzt würde es auch von mir ein dickes fettes Pro geben. Es lebe der Kommunismus!

    --Der Erzähler 13:49, 12. Jun. 2009 (CEST)

    Huhu Robsche1991,

    schöne Grüße eus dem sonnigen Falun/Schweden. Eine schöne Zeitung mit Klasse Artikeln und spannenden Fotos. Ich nehm ein Abo!
    Scol Bjord
    --Bjord 12:47, 29. Jul. 2009 (CEST)

    Lieber Robsche1991,

    Vor einigen Tagen habe ich angefangen, diese besondere Art eines Prädikates "lesenwert" zu lesen. Nach amüsanten Stunden mit der Zeitung, habe ich einiges bemerkt. Ich habe ja manchmal viel auszusetzen, aber diese Seite ist eine sehr gelungene, bis zum weit entferntesten Fleck geniale Seite! Ich glaube wir alle fleißigen Arbeiter im Wiki sind stolz darauf, dich und diese Seite zu haben. Ich hoffe du ziehst dieses Projekt noch weiter durch. Eine sehr schöne Seite. Muss ich sagen!
    --Henni12 18:06, 31. Mai 2010 (CEST)

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