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Gdansk

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Lieber Leser,


Wie auch immer Du es geschafft hast, diese Seite zu finden; welch gewundenen Wege Du auch hast wandern müssen, welche Ozeane Du durchschwimmen, welche Berge erklimmen und welch dunklen Keller Du durchforschen hast müssen auf der Jagt nach dieser ganz besonderen Schrift, die die Möglichkeit besitzt, Dein Leben zu ändern, wenn Du sie nur lässt – Lieber Leser, ich heiße Dich herzlich willkommen, moin, moin.

Diese Seite, die am 29. Dezember 2008 angelegt wurde, versteht sich als Work in Progress, was heißt, dass sie sich immer weiter entwickelt. Schon jetzt, nach vier Saisons, ist sie ca. 45.000 Zeichen lang (Spielertabellen etc. mit eingerechnet) und da es sich nun doch – trotz ihres Vermögens, Dein Leben zu ändern – eher um minderwertige literarische Ausschweifungen, als um Hochkultur handelt, rate ich Dir, wenn Du die begrenzte Zeit, die Dir geschenkt wurde, nicht sinnlos verplempern willst, doch lieber etwas anderes zu lesen, wie zum Beispiel Kafkas Urteil [1], welches – zum Vergleich – nur halb so lang (zu lesen) wäre, oder auch sein wundervolles In der Strafkolonie [2].

Desweitern möchte ich darauf hinweisen, dass nirgendwo in dieser Geschichte Änderungen vorgenommen werden, der Tisch fängt; ausgenommen sind dieses Vorwort, die Personengallerie, die letzte Szene, sowie der Appendix (und irgendwelchen Rechtschreibfehler, die mich irgendwann dann doch zu sehr nerven sollten).


Viel Spaß beim lesen und viel Erfolg beim OFM wünscht

Ehrenautor Tobias Rembrandt, den 5. Februar 2009


Edit den 22. März 2009: Nach dem die Schnapszahl von 1.111 Theatergästen erreicht wurde, stellt sich diese Seite zum 2. Mal der Gerichtbarkeit der Leser. Inzwischen wurde auch die beeindruckende Zahl von 69.000 Zeichen erreicht (Was schon locker die durchschnittliche Länge einer Bachelorarbeit in der Humanniora übertrifft) - und noch ist kein Ende in Sicht.



DIESER DEKADENTE BALL

Vom Aufstieg (und wahrscheinlich Fall) eines Fußballklubs – Ein unbeendbares Drama in endlos vielen Akten

Bild:amphitheater.jpg
Es dünkt mich nämlich, Gott habe uns als die

Letzten hingestellt, gleichsam zum Tode bestimmt;

denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt,

sowohl Engeln als Menschen. (Korinther 4,9)


Setting: Ein altes Freilufttheater - nicht besonders gut besucht.


Figuren (In Reihenfolge ihres Auftretens):


Zuschauer1: Eine positive, junge, aufgeschlossene Frau, die dem Drama von den Publikumsrängen aus beiwohnt. Sehr leicht zu begeistern.

Zuschauer2: Ein kritisches, Popcornverschlingendes Monster, welches eine jede Form von Kunst hasst und am liebsten vor dem Fernseher eingeschlafen wäre, doch wurde er von Z1 dazu gedrängt, sich zur Abwechslung mal etwas Kultur hinter die Binde zu gießen.

Erzähler: Wurde von Tobias Rembrandt angestellt, um die Geschichte des Vereins Gdansk zu dokumentieren. Würde wahrscheinlich am liebsten mit Z2 vor dem Fernseher rumgammeln. Er ist ein alter heruntergekommener Schauspieler, der mittlerweile alles für Geld und ein Fläschchen Schnaps machen würde. Und wir können ihm dabei zusehen. Super so ein Theater.

Kritischer Kritiker: Ein sehr kritischer Kritiker.

Talkmaster: Er ist auf jedem Sender, in jeder Show, zu jeder Tages- und Nachtzeit. In der Vergangenheit, in der Zukunft. Zu jeder möglichen Zeit im Universum. Er ist eine Moderationsmaschine, geschaffen um die Menschheit vor dem Fernseher zu bannen, so dass die fremden Mächte leichtes Spiel haben.

Timothy Beef Rembrandt: Ein milliardenschwerer Industrieller, der einen Fußballklub gründen wollte, um Roman Abramowitsch eins auszuwischen. Liebte den Alkohol und die Frauen. Starb kurz bevor die erste Saison für sein Team Gdansk in der polnischen Liga beginnen sollte.

Tobias Rembrandt: Timothy Beef Rembrandts Sohn. Versucht, das Team zu führen. Hat ein gutes Herz und einen Kopf voller Ideen. Ist aber leider des Öfteren sehr betrunken und das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Takanobu Endo: Japanischer Spieler von Gdansk. In der Saison 60 als 19-jähriger 6er gekommen. Ist Mannschaftskapitän, Torjäger und von allen umschwärmter Star. In Saison 62 hatte er eine Torquote von 2,1. Er ist sehr zurückhaltend und schweigsam – schweigsam hauptsächlich, weil er sich mit der Medienlandschaft in Europa nicht besonders anfreunden kann.

Masato Okamura (Oka): Japanischer Spieler von Gdansk. In der Saison 60 als 18-jähriger 5er gekommen. Als rechter Mittelfeldspieler wird er oft als Endos Wasserträger verkannt. Dem studierten Soziologen und Literaturwissenschaftler ist das ziemlich schnuppe. Hat sich vorgenommen, nach der Karriere ein Buch mit dem Titel „Europa, deine Menschen und Medien – Beobachtungen eines Außenseiters.“ zu schreiben. Sucht schon jetzt einen Verlag.

Robsche1991: Am 11. Januar 2009 versprach der Präsident von Roter Stern Sachsendorf, dem Erzähler mit Rat und Tat bei Erstellung dieser Page zur Seite zu stehen. Dieses Wort hielt er auch und am 10. Spieltag der Saison 62 wurde sein argentinischer Verein zu einem Freundschaftspiel gegen Gdansk eingeladen, um die neuen Westtribüne einzuweihen, welches er und Tobias Rembrandt mit bewegenden/betrunkenen Reden eröffneten.

Ein Haufen Smilies: Smilies, Emoticons, you name it. Fans von Gdansk/FF Ejder Brigaden. Googelt man das Wort „Smilies“ bekommt man 112.000.000 Einträge. Der Erzähler meint, sie seien „der Untergang des Abendlandes“ und „der Untergang der Kultur, wie wir sie kennen!“ Dabei vergisst er wohl, dass Smilies schon längst Bestandteil der Kultur sind, wie wir sie heute kennen. Masato Okamura: „Wussten Sie, dass man bei uns in Japan, die Emotionen der Smilies an den Augen erkennt, und nicht am Mund, wie in der westlichen Welt üblich?“ Nein, bisher noch nicht. Vielen Dank für diese Info, Oka.

Witold Kozak: Einer der zwei Spieler, die das erste große Ausmisten überstanden haben, wurde dann aber am 9. Spieltag der Saison 59 für den bescheidenen Betrag von 13.458 Mark nach Deutschland zum 11 Pfund Hackepeter FC abgeschoben. Das reichte gerade mal für Tobias Rembrandts Alkoholkonsum in der ersten Saison (Inzwischen beläuft sich alleine sein Hinrundenalkoholismus auf eine höhere 6-stellige Summe). Als passabler 33-jähriger 7er hing Kozak seine Fußballschuhe an den Nagel. Auf dem Alexanderplatz in Berlin hat er einen dieser mobilen Wurstgrills bei einem Spiel Stein, Schere, Papier gewonnen, musste dann aber, weil ihm von der Wurstmafia Betrug vorgeworfen wurde, in einer Nacht- und Nebelaktion Deutschland verlassen. So zog es ihn zurück in seine Heimat. Hier verdient er jetzt seinen Lebensunterhalt als Hotdogverkäufer und lässt sich einen stattlichen Vollbart wachsen.

Pilot: Der tollkühne Pilot einer Junker 52, die - meist zuverlässig - das Team zu den Auswärtsspielen fliegt, die nicht zu Fuß, mit dem Drahtesel oder auf dem Rücken richtiger Esel erreicht werden können. Nennt sein Flugzeug liebevoll "meine alte Emma".

Barkeeper: Braucht jedes gute Theaterstück. Er versorgt uns mit Trost und Zuspruch. Wenn man nicht mehr weiß, wies weitergeht, geht man in eine Bar. Und da ist er! Immer! Auf ihn ist Verlass in einer Welt, in der man sich auf nichts sonst verlassen kan.

Postbote: Ein philosophischer Angestellter der argentinischen Post, Correo Argentino. Er findet dich, wo immer du auch bist. Bringt dir Nachricht von deinen Lieben. Er durchforscht Höhlen, durschwimmt die sieben Weltmeere, erklimmt Berge. Er kennt jeden Schlupfwinkel in jedem Teil der Welt. Er findet dich. Und das alles nur für ein mikriges Beamtengehalt und ein Lächeln als Tringeld.

Postboten dieser Erde: Ihr seid Helden!

Drei Träger: Die drei Träger hat Tobias Rembrandt in Argentinien für $1138 angeheuert, dass sie seine sieben Sachen durch den Urwald schleppen. Alle drei sind natürlich Schwarze, aber wie es sich für ein richtiges Theater gehört, sind es Weiße, die sich mit Ruß bemalt haben "strode on long black legs, waving long black arms[...]"


Inhaltsverzeichnis

PROLOG (IN DER HÖLLE)

Irgendwo im Luftleeren Raum. Der Erzähler schwebt über dem Wasser (Das machen Erzähler so). Es ist dunkel und er hat gerade etwas Zeit, denn es ist zwischen den Tagen und der Boden ist gesaugt und die Waschmaschine läuft. Das Publikum sitzt gespannt im weiten Rund. Heute ist eh nix im Fernsehen und alle Simpsonsepisoden schon längst 5-mal gesehen. Die Bundesliga hat Pause und alle Weihnachtsgeschenke sind schon umgetauscht oder kaputtgegangen


Zuschauer1: Ich glaub jetzt passiert langsam was.

Zuschauer2: Wird auch Zeit. Das Popcorn ist alle.


Spot auf den Erzähler. Die Stimmen der Zuschauer vernimmt er nicht. Man sieht ihn nun mit dem Rücken zum Publikum an einem alten, schweren Schreibtisch sitzen. Vorneübergebeugt spricht er mit einer tiefen, äionenalten Stimme.


Erzähler: Es begab sich vor langer, langer Zeit…

Kritischer Kritiker: Um genau zu sein in der Saison 58, am 30/8 2008 um 11:43.


Der Erzähler stockt. Wendet sich dem Kritischen Kritiker zu, der gerade eben noch nicht da stand. Er erinnert vom Aussehen her an eine Mischung aus Netzer und dem Focus-Markwart.


E: Wo kommst du denn her?

KK: Was glaubst du denn? Aus den unendlichen Weiten des internationalen Netzes…

E: …

KK: Deiner Imagination, du Dumpfbeutel!

E: Und was willst du hier?

KK: Dich unterbrechen, wenn immer du wieder anfängst, irgendeinen Nonsens zu verbreiten.

E: Darf ich dann nicht bitte einfach erst mal weitermachen?

KK: Bitte.

E: Also, es begab sich vor langer, langer Zeit, dass sich der milliardenschwere Industrielle Timothy Beef Rembrandt langweilte und sich überlegte, was er mit seiner vielen Freizeit und den Massen seines Geldes anfangen sollte. Beim nichtsnutzigen Surfen im Internet stieß er auf die Seite des OFM…

Z2: Laaangweilig!

KK: Da hat der junge Mann aus dem Publikum recht. Das liegt doch wohl auf der Hand, dass der die Seite gefunden hat, ansonsten müßtest du ja nicht hier rumsitzen, um vor dich hin zu schwafeln.

E: Und was soll ich also deiner Meinung nach machen?

KK: Naja. Komm doch erst mal mit den Fakten. Das mögen die Leute. Kurz und bündig. Informativ. Auf einen Blick. Nicht so überladen und literaturschwer. Schnarch. Fakten! Fakten! Fakten!


Der Erzähler probiert ein Wenig rum. Ist unzufrieden. Streicht hier und da, schreibt etwas, verwirft es wieder… Dazu grummelt er. Er verlässt kurz den jetzt nicht mehr ganz leeren Raum, kommt mit einem Bier zurück und setzt sich wieder an den massiven Schreibtisch. Er ist ganz und gar unzufrieden.

Gdansk/FF Ejder Brigader
Spitzsname Two Lions
Manager Tobias Rembrandt
Land Polen/Dänemark
Gegründet Saison 58
Vereinsfarben Gelb/Blau und Rot/Weiß
Stadion Kloevermarken
Plätze 5.990
Liga Landesliga
Beste Platzierung 3. (Saion 65/LL)
Bester Totschütze Takanobu Endo: 54 (Saison 62)


KK: Was soll das denn?

E: Das ist das Beste, was ich hinbekomme.

KK: The best you can is not good enough.

E: Bitte?

KK: Wo ist denn das Wappen?!?

E: Keine Ahnung, wie ich das einfüge.

KK: Oh, man! Und der Name? Wieso dieser scheiß Doppelname?

Z2: Ja, das würde mich auch mal interessieren.

Z1: Laß mal gut sein; da kommt bestimmt gleich eine Erklärung.

KK: Kommt da mal langsam eine Erklärung?

E: Wenn ich mal ausreden dürfte. Also es begab sich vor langer, langer Zeit und Timothy Beef Rembrandt wollte gerne einen Fußballklub in Dänemark gründen, doch leider gab es dieses Land nicht… Ach, lassen wir ihn das doch selbst erzählen.


Der Erzähler hat jetzt echt keinen Bock mehr. Mit dieser Scheißfragerei hat er wirklich nicht gerechnet, als er den Job angenommen hat.


E(Zu sich selbst): Mit dieser Scheißfragerei hab ich wirklich nicht gerechnet, als ich den Job angenommen hab. Ach, das wird ganz leicht, ham se gesacht. Du erzählst n Büschen, trinkst ein-zwei Bier, machst ein paar platte Witzchen fürs Volk, Schenkelklopfer und Torten-ins-Gesicht, und dann kannste nach Hause mit nem Dusie inner Tasch und dich mit na Cracknutte volllaufen lassen, ham se gesacht. Was se nich alles gesacht ham, die Typen in den Nadelstreifen, den Bügelfreienhemden und den ach so sauberen Händen, die beim Händeschütteln so kräftig zudrücken. Ich bin echt zu alt für son Quatsch.


Der Erzähler schaltet einen Fernseher ein, der sich gerade neben dem Schreibtisch materialisiert hat. Der Raum ist wirklich nicht mehr ganz luftleer. Während der Erzähler an seinem Bier nuckelt, sehen wir eine alte Talkrunde. Sieht sehr verstaubt aus, 70-Jahre-Stil. Alle rauchen. Auch und besonders der Dicke Mann, der in der Mitte an einem Tisch sitzt, rechts und links eine leichte Dame im Arm, vor ihm ein leeres Glas und eine halbleere Whiskyflasche; aber der Aschenbecher, der ist voll. Es ist Timothy Beef Rembrandt. Ihm gegenüber sitzt ein gescheitelter Brillenträger. Der Talkmaster. Auch rauchend. Aber nicht annähernd so viel. Außerdem sitzen da noch Steven Hawkins, Eva Hermann, Der Busse und Fidel Castro. Die üblichen Verdächtigen.


Talkmaster: Herr Rembrandt, erzählen Sie uns doch von ihrem neuesten Hobby. Sie haben ein Fußballteam gegründet.

Timothy Beef Rembrandt: Gegründet? Aussem Boden gestampft hab ichs. Aber die Scheißpolitiker. Die werfen eim ja nur Knüppel zwischen die Beine. In Dänemark wollt ichs gründen. Aber ne, gibt’s ja nicht das Land. Wassen Scheiß! Also denk ich mir: „Was kann man da machen“, denk ich mir. Bin ein Mann der Tat und dann gründ ich den Scheißklub halt in Polen. Ham ja auch rot/weiß inner Flagge und – Kann ich mal mehr Whisky? Aber ein bischen plötzlich! – So wo waren wir?

TM: Polen.

TBR: Und dann, wenn die feinen Herren vom OFM mal den Arsch bewegen und Dänemark gründen, dann wir umgezogen, aber so was von. Scheiße. Und jetzt ist halt auch der Name schon da: FF Ejder Brigader. Ich steh zu meiner Heimat! Südschlesvig! Da komm ich her!

TM: Aber wieso haben Sie den denn gegründet? Um dem Volk etwas wiederzugeben?

TBR: Weil der scheiß Abramovichiditsche mich halt aufziehen wollte, der feine Pinkel. Meint, der könne mich ausstechen. Aber da hat er wohl zu viel an seinem Gas geschnüffelt, der alte Sowjet. Der kann mich mal, aber so was von – Wo bleibt den der Whisky?!


Der Erzähler schaltet den Fernseher auf stumm. Wir sehen im Laufe seiner weiteren Ausführungen, wie Rembrandt den Showmaster mit dem Glas bewirft und die beiden leichten Damen auf dem Tisch vernascht. So war es, das öffentlich-rechtliche Fernsehen in den `70ern.


E: Ja, und eine Woche später ist er dann an Leberzirrhose gestorben. Kurz bevor der Spielbetrieb aufgenommen werden sollte. Das Stadion war noch nicht gebaut, nur das Grundstück gekauft. Er hat nichts als Schulden hinterlassen. Sein Sohn Tobias Rembrandt hat dann den Klub übernommen. Mit gerade mal 200000 Mark auf dem Konto. Und jetzt arbeitet er dafür, den Traum seines Vater zu realisieren, und denn Verein Gdansk zu einem Spitzenklub in Polen zu machen, um dann, sollte Dänemark eingeführt werden, unter dem Namen FF Ejder Brigader die Vorherschaft in Skandinavien anzustreben. Es wird ein schwerer, weiter Weg und von dem soll hier, liebes Publikum, berichtet werden.

Z1: Super! Spitze! Toller Anfang!

Z2: Na, ich weiß ja nicht.

KK: Und bekommen wir irgendwann das Wappen, mehr Farben... Wie sieht das Wappen eigentlich aus?

E: Zwei blaue Löwen auf gelbem Grund.

KK: Und bekommen wir dann auch mehr Tools, Tabellen und Übersichtsblöcke? Mehr Dies? Mehr das? Mehr alles?

E: Wenn ich rausfinde, wie’s geht…


Ab.

AKT 1: JUGENDBLÜTE / UNGEDULT/ ZAGHAFT NOCH / EIN SAMENKORN

Willkommen, meine sehr verehrten Damen und Herren – Willkommen zum 1. Akt dieses unbeendbaren Dramas. Verfolgen Sie die Geschehnisse rund um den Fußballverein Gdansk, der als Spielball des Schicksals die Weltenstürme meistern muß. Tauchen Sie ein in das letzte große Epos der Kulturgeschichte. Erleben Sie die metaphysischen Wirrungen der Narratologie in vollem Bewusstsein der Fiktion. Verdammen Sie die fremden Mächte. Deus ex Machina, wenn niemand mehr weiß, wie es weitergehen soll. Lernen Sie den beliebten und immer betrunkenen Tobias Rembrandt kennen, der versucht, den Amateurverein Gdansk durch die Jugend zu einem Spitzenteam zu formen – und daran beinahe verzweifelt. Jugendblüte / Ungeduld. Der 1. Akt, meine Damen und Herren. Die Notausgänge sind links und rechts so wie hinter der Bühne. Das Weltentheater heißt Sie recht herzlich willkommen.


SZENE 1 (SAISON 58)

Tobias Rembrandt wandelt durch das nachtschlafende Danzig. Es ist August, aber scheißkalt. Ihn fröstelt. Er ist leicht angetrunken. Er wühlt in seinen Taschen


TR: Oh man, gerade waren es doch noch 200000. Was hab ich denn noch. Scheiße. OK. Ich muss von Anfang an alles richtig machen. Auf dem Amateurmarkt gibt’s eh nur alte abgewrackte Dichter und junge Schnapsdrosseln, die’s nie packen werden. Es muss einen anderen Weg geben.

E: Und so fasste er sich ein Herz und einen Plan. Zunächst wurde fast das komplette Team in die Walachei geschickt. Und dann in junge, aufstrebende Talente investiert.

Name Position Alter Stärke Kosten
Dye Hye-Jin DM 19 2 10001
Dingane Emandien LIB 18 3 45003
Judson Cain MS 19 2 5001
Olaf Winkelhausen RMD 20 2 30001
Heiner Langwisch LMD 20 2 36001
Robert McGaughey TW 19 2 30001
Shukri al-Sijistani LV 20 2 11009
Henri Falco RV 19 2 31001
Marian Zubek ZM 20 2 25001
Franck Patrick Abaw LM 19 3 122567
Gesamt 345586

E: Das gesamte Erbe seines Vaters und Rembrandts komplettes Leergut (oder besser: Das seines Mitbewohners) steckte in diesem jungen Team, von dem Rembrandt wußte, dass es zumindest die ersten Hürden nehmen konnte.

TR: Genau. Das wußte ich!

E: Aber, auch das diese Spieler nicht auf Dauer den Großen Paroli bieten konnten.

TR: Tja, das wußte ich leider auch…

E: Doch endete die erste Saison in Polen mit einem zufriedenstellenden 10. Platz.

TR: Sehr zufriedenstellend. Mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. Mein Gott, die Jungs sind jünger als ich.

E: Aber auch stärker.

TR: Wie stärker?

E: Stärker als du. 3,2.

TR: Ey, du, ich geb dir gleich mal stärker…


Ab.


ZWISCHENSPIEL

KK: Nicht schlecht. Etwas knapper. Da wir dem Publikum nicht so langweilig. Hast du die Tabelle selbst gemacht?

E(stolz): Jep!

KK: Na, da hoffen wir mal, dass das so weitergeht. Weißt du inzwischen, wie das mit dem Wappen geht? Und was ist mit Graphiken von OFM? Kannst du die einsetzten?

E(kleinlaut): Ne, noch nicht.

KK: Na, da gibt’s ja noch einiges an Arbeit…


SZENE 2 (SAISON 59)

Tobias sitzt auf dem Bett in einem Motelzimmer. Die Jalousien sind runtergezogen. Draußen hört man Vögel zwitschern. Der Fernseher läuft. Es ist 11:27 Uhr


E: Tobias ist betrunken.

TR: Bin ich nicht!

E: Vom schnellen Erfolg berauscht.

TR: Ach, ich bin so erfolgreich.

E: Doch es gibt noch was zu tun.

TR: Och nö, nicht heute.

E: Das Stadion muss ausgebaut und das Team voran gebracht werden...

TR: Friends läuft außerdem gerade.

E: In die Jugend investiert...

TR: Och, scheiße!

E: Und der Platz vom Vorjahr verbessert werden...

TR: Ok, ok, ich fang dann mal gleich an.

E: Und so baute Tobias das Stadion aus, was sich allerdings erst zur nächsten Saison auszahlen sollte.

TR: Echt, immer dieses langfristige Planen.

E: Doch die Jugendförderung zeigte ihre Früchte. Und es wurde noch ein weiterer Spieler gekauft.

Name Position Alter Stärke Kosten
Zenon Bartczak LMD 19 3 Jugend
Mateusz Frankowski RM 19 2 Jugend
Patryk Kowalczyk DM 17 2 Jugend
Daniel Agbetu MS 19 4 176565
Gesamt 176565

E: Patryk Kowalczyk wurde so gleich verkauft. Und auch Heiner Langwisch tanzte nur einen Sommer auf dem Kloevermarken. Und mit Kozak ging einer der beiden Amateurspieler weg aus Gdansk, um anderswo sein Glück zu suchen.

TR: Hatters gefunden? Och, so was tut mir immer leid.

Name Position Alter Stärke Gewinn
Witold Kozak RM 29 4 13458
Heiner Langwisch LMD 21 5 230001
Patryk Kowalczyk DM 17 2 320001
Gesamt 563460

E: Und wir beenden diese zweite Szene, die zweite Saison mit einem Transferplus von 386895,- Mark und gehen einer glorreichen Zukunft entgegen... Der 8. Platz dieser Saison war bereits ein Fortschritt. Geschichte wird gemacht. Das Team war nun 20,3 Jahre alt und hatte bereits eine Stärke von 4,7.


Ab.


SZENE 3 (SAISON 60)

Ein einsamer Sonnenschein in Gdansk. Die Tage tropfen träge wie Teer. Dänemark scheint in weiter Ferne. In einem kleinen Kabuff abseits des nun 1300 Plätze umfassenden Stadions sitzt Tobias Rembrandt an einem improvisierten Schreibtisch. Hinter ihm, an der Wand, ein Bild seines Vaters.


TR: Ach, Vater. Ich habe diese Saison verkauft und gekauft, getrunken und gehurt. Ich will doch nicht mehr hier in der Landesklasse mein Dasein fristen. Doch muss ich mich wohl noch etwas gedulden.

Z1: Wow. Das wird ja jetzt ein richtiges Drama.

Z2: Na endlich. Bisher ist mir nur Speiübel. Ein beschissener erster Akt. Und der Titel. Scheiße. Jugendblüte. So taufrisch wirkt das alles nicht.

TR: Ach, wäre dieser erste Akt doch bald zu ende.

Z1: Siehste… Das dient doch alles nur zur Etablierung der Personen. Der hat wohl so einen Vaterkomplex.

Z2: Ich geh Popcorn holen. Kannst ja dann später erzählen, wenn ich was verpasst hab.

TR: Werde ich jemals aufsteigen? Dieser Akt des Wartens verstört mich, zerrüttet mich, verletzt mich innerlich.

E: Doch Tobias wusste, dass die Frage rhetorisch war. Er hatte es ja selbst in der Hand. Er verkaufte altgediente Spieler, um sie durch jüngere, talentiertere zu ersetzen. Er ist Herr seines eigenen Schicksaals. Und diese Saison sollte den ersten großen Spieler bereithalten: Takanobu Endo aus Japan! Und auch Masato Okamura, der aber hauptsächlich gekauft wurde, damit Endo nicht so einsam war.

TR: Naja, der hat aber auch n Haufen Geld gekostet, der Oka.

Name Position Alter Stärke Kosten
Arben Novaku ZM 17 2 Jugend
Dennis Biernat LMD 19 2 Jugend
Tomasz Kowalik LM 19 2 Jugend
Takanobu Endo MS 19 6 711990
Dietrich Golze LV 19 5 450000
Masato Okamura RM 18 5 500000
Reimund Meier MS 17 3 250000
Marco Amerhauser LMD 17 2 330001
Gesamt 2241991

E: Doch so wie die Japaner umgehend einschlugen, Endo, die Kapitänsbinde am Arm, die Mannschaft stolz auf den Rasen führte, so mussten auch einige gehen.

Name Position Alter Stärke Gewinn
Dennis Biernat LMD 19 2 64296
Tomasz Kowalik LM 19 2 50001
Marian Zubek ZM 22 6 450214
Daniel Agbetu MS 20 5 290001
Mateusz Frankowski RM 20 4 200123
Shukri al-Sijistani LV 22 6 488016
Zenon Bartczak LMD 20 5 270537
Gesamt 1813188

E: Ihn allen wünschen wir viel Glück auf ihrem weiteren Weg, doch es schient, als sei der Grundstein jetzt gelegt. Das Team ist jung und stark (19,4/5,3), hat mit einem 6. Platz die Erwartungen erfüllt und mit einem Stadion im Rücken, das weiterausgebaut werden soll, so das die vielen Fans, die es inzwischen gibt…

Z2: (Kommt gerade vom Popcornholen): Also ich bin kein Fan!

E: … Die es inzwischen gibt, einen Ort haben, an dem sie glücklich den Alltag vergessen können, einen Ort, wo Träume eines verstorbenen Vaters wahr werden können, einen Ort, dem dieser ganz spezielle Zauber innewohnt, auch wenn die Tage in Gdansk so trostlos und grau sind, Tage, an denen die Menschen nichts außer Staub zu essen scheinen - mit einem solchen Stadion im Rücken ist alles möglich. Und noch 2 Saisons in der Landesklasse, um dann den Großen das Fürchten zu lehren.


Ab.


ZWISCHENSPIEL II

Der Erzähler sitzt rauchend an seinem Schreibtisch vorm C64 mit Modemanschluß. Er arbeitet akribisch, besucht die Seiten verschiedener OFM-Teams und wird offenbar auf der Seite des FC Arschrock fündig. Eine Glühbirne materialisiert sich über seinem Kopf.


E: Ha, so macht man das also. Da wird der Herr Rembrandt aber zufrieden mit mir sein. Tsss. Und das alles ohne IT-Kenntnisse. Ich bin Künstler, verdammte…


In einem Kästchen in den beliebten OFM-Farben (Irgendwas zwischen einem melancholischen Blau, Kopfschmerzgrau und Gelangweiltgrün) erscheint folgende Mittelung: „Diese Funktion kann nur mit einem aktiven PlusAccount genutzt werden.“ Die Glühbirne über dem Kopf des Erzählers fällt klirrend zu Boden.


E: Och, verdammt!

KK: Was ist denn da los?

E: Da hätte jetzt der Verlauf der Saison 61 erscheinen sollen.

KK: Und wieso tut er das nicht?

E: Weil der Herr Rembrandt wohl das Geld für einen PlusAccount nicht bezahlt hat.

KK: Dann tipp es doch ab. Dafür bezahlt man dich schließlich. Und das Wappen? Ist das endlich...


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KK: Zappalot! Wo kommt das denn plötzlich her?!?


Der Erzähler lehnt sich genüßlich zurück, schließt die Augen und träumt von einer einsamen Südseeinsel.

Schnitt.

Ein Haufen Fans steht vor dem Vereinsheim von Gdansk, als feierlich die Fahne mit dem Wappen, welches die zwei Löwen zieren, enthüllt wird. Und obwohl das Lied, welches erschallt, wie einstudiert klingt, so ist es doch der Kunst der Improvisation zu verdanken, und soll hier dokumentiert werden.

Ach Gdansk, in Deinem Namen steckt so viel Sehnsucht drin...
Polen, Gdansk, Du bist leider nicht Dänemark

Hier wird geschuftet, hier ist das Leben hart


Doch es gibt einen Lichtblick

Einen Lichtblick in der Dunkelheit

Am Wochenende, Tag für Tag

Auf dem Kloevermark


Wenn die feinen Herren von OFM sich zusammenreißen

Dann werden wir in Dänemark unsre Flagge heißen


Es gibt einen Lichtblick

Einen Lichtblick in der Dunkelheit

Am Wochenende, Tag für Tag

Auf dem Kloevermark


Niemand wir uns aufhalten, die Koffer sind gepackt

Sobald die Politik mitmacht, verlassen wir die Stadt


Es gibt einen Lichtblick

Einen Lichtblick in der Dunkelheit

Am Wochenende, Tag für Tag

Auf dem Kloevermark


Wir nehmen die Bälle, die Fans und unser Stadion

Mit nach Kopenhagen, wenn wir endlich dahinkomm


Denn es gibt einen Lichtblick…

Z1: Wow, du musst zugeben: Da ist Swing drin. Und mit soviel Pathos vorgetragen. Ich liebe es.

Z2: Naja, zumindest reimt sich das an den meisten Stellen.

Z1: Ich kann kaum den Saisonbericht abwarten.

Z2: Sag bescheid, wenns soweit ist.


Ab.


SZENE 4 (SAISON 61)

- Landesklasse; 4. Platz; D.-St.: 6,3; D.-Alter: 18,9; Stadion: 1.200 -


Ein öffentlich-rechtliches TV-Studio irgendwo auf 50° 56′ 33″ nördlicher Breite und 6° 57′ 32″ östlicher Länge. Hypnotisch-schrillen Farben in bester RAN-Manier, bunt und unübersichtlich. Als hätte der Innenausstatter zu viel Sushi gegessen und es auf einem LSD-Trip an die Wände gekotzt. Der Talkmaster hat ein Sakko an (rot) und eine Hose (blau), dazu klobige Reebok-Pumps. Er passt sich den Erwartungen der Zuschauer an, immer. Die fremden Mächte sind ganz kurz davor, die Menschheit zu versklaven. Eine Horde fanatischanimierter Zuschauer sitzt im Studio.

Japaner-345x427.jpg
Masato Okamura (l.) und Takanobu Endo (r.) vor ihrem Wohnblock

in Gdansk. Okamura, 18, und Endo, 19, fühlen sich in Polen sehr

wohl, doch üben beide schon fleißig Dänisch. (Bild aus Saison 60)


TM: Meine Damen und Herren. Begrüßen Sie nun mit mir die beiden Japaner von Gdansk: Mannschaftskapitän und Sturmspitze Takanobu Endo und seinen unbedeutenden Wasserträger Masato Okamura.


Tosender Beifall. Eine junge Dame fällt in Ohnmacht. Ein alter Sack mit KSC-Kutte lacht sie aus. Die beiden jungen Japaner scheinen verstört. So viele Farben sind sie von zu Hause nicht gewohnt.


TM: Herzlich willkommen, ihr beiden. Herr Endo, Sie standen dieses Jahr ganz kurz davor, Torschützenkönig in Polen zu werden. Sie haben 46 Tore gemacht, davon 36 in der Hinrunde, und wer weiß, was Sie noch hätten erreichen können. Was überwiegt? Die Freude über Ihre sensationelle Torquote, oder doch der Frust über die verpasste Kanone?

Takanobu Endo: Ich bin sehr glücklich über das erreichte und hoffe, auch weiterhin ein Rückhalt meiner Mannschaft zu sein.

TM: Toll. Dass ist doch toll, meine Damen und Herren!


Das Publikum geht amok.


TM: Und wir haben hier ein besonderes Schmankerl! Für jedes Ihrer Tore haben wir ein Model, welches barbusig die Szene, die zu Ihren Treffern führte, nachspielt!


46 halbnackte Models betreten das Studio. Das Publikum kriegt sich kaum noch ein. Jetzt fällt auch der Typ mit der KSC-Kutte in Ohnmacht. Die Mädchen machen einige bizarre Verrenkungen bei ihren Versuchen, Endos Tore nachzuspielen. (Im Übrigen handelt es sich auch eher um Seite-1-Mädels aus der BILD als um Models.)


TM: Was meinen Sie, Herr Endo, welches Tor spielt Cindy hier nach?

TE:…

TM: Sie können auch aufstehen und der Dame an den Busen fassen, um vielleicht dadurch einen Hinweis zu bekommen.


Endo macht keine Anstalten, aufzustehen, und starrt nur ratlos und leicht entsetzt auf das Schauspiel, welches ihm dargeboten wird.


TM: Unser Japaner, die Rückhaltung in Person, mein Damen und Herren. Vielleicht jemand aus dem Publikum? Möchte jemand das Tor erraten? Oh… Wir müssen kurz Werbung machen. Sind aber gleich zurück.


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TM: Willkommen zurück, meine Damen und Herren. Herr Endo, nächstes Jahr wird um den Aufstieg gespielt. Glauben Sie, das Team ist stark genug?

TE: Ich glaube, das Team ist stark genug. Wenn wir alle zusammenspielen.

TM: Das ist ja super! Eigentlich sollte noch Oliver Pocher kommen und Sie imitieren, Herr Endo, aber leider, leider hat der sich an Votzensekret verschluckt.

TE: Leider…

TM: Und noch eine Frage, Herr Endo. Wann glauben Sie, wird endlich Dänemark beim OFM eingeführt? Man sagt, sie lernen schon eifrig die Sprache dieses kleinen, feinen und so knuddeligkumpeligfremdenfeindlichen Landes. Sagen Sie doch mal was auf Dänisch.

TE: Er det paa grund af shows som denne, at folk i dette land bliver tvunget til at betale licens?

TM: Super! Das ist doch toll, meine Damen und Herren! Takanobu Endo und (Er guckt auf seine Karten) Masato Okamura, meine Damen und Herren!


Endo und Okamura verlassen fluchtartig das Studio, während die Zuschauer noch einmal alles geben, tobend, chaotisch, animiert bis zum Wahnsinn - Das Publikum ist zufrieden. Der Talkmaster ist zufrieden. Die TV-Bosse sind zufrieden. Und die fremden Mächte sind auch zufrieden. Das ist schön.

Schnitt.

Tobias Rembrandt sitzt an seinem Schreibtisch, ißt eine BiFi, während er die Saisonabrechnung durchgeht.


TR: So, damit sollten die Transfers aber vorläufig ein Ende haben. Dieses Team sollte dann in Saison 62 den Aufstieg schaffen.

Name Position Alter Stärke Kosten
Santiago Abel Carignano RMD 17 3 560002
Job M´Bockou LIB 17 4 345342
Danny Doyle RV 18 4 320001
Amur Boudiaf TW 18 5 565000
Gesamt 1790345
Name Position Alter Stärke Gewinn
Dingane Emandien LIB 21 7 490002
Olaf Winkelhausen RMD 23 7 600001
Henri Falco RV 22 7 590001
Robert McGaughey TW 22 7 701000
Gesamt 2381004

TR: Und so ist auch Geld für den Stadionausbau in den Kassen. Ach, Vater würde stolz auf mich sein.


Zoom auf das Bild von Timothy Beef Rembrandt. Die Augen bewegen sich!


Z1: Whooho! Was soll das denn jetzt? Das nimmt ja Ausmaße an. Damit hätte ich jetzt echt nicht gerechnet. Glaubst du, da ist jemand hinter dem Bild, der den armen Tobias ausspioniert? Huch! Vielleicht wird das auch so eine Geistergeschichte!

Z2: Ist mir egal!

E: Was könnte es mit dem Bild auf sich haben? Ist es a) Jemand der Tobias Rembrandt und das Erfolgsrezept von Gdansk ausspionieren möchte? b) Der Geist des verstorbenen Vaters? Oder c) Die fremden Mächte? Voten Sie jetzt! Jeder Anruf kostet Sie lediglich 0,49 Euro! Voten! Voten! Voten!

KK: Jetzt hör aber mal auf! Ist die Geschichte von Gdansk so langweilig, dass du dir sonnen Scheiß ausdenken musst? Ganz ehrlich!

E: Tut mir leid. Irgendwie hat mich der Talkmaster mitgerissen.

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Aus aktuellem Anlaß: Prügel für einen Reaktionär.

KK: Und was ist das eigentlich für ein Quatsch – Lesenswerter Artikel? Wieso soll das denn hier in den Kanon aufgenommen werden.

E: Naja, ich dachte, den Tobias würde das freuen.

KK: Ganz ehrlich. Als würdest du fürs Denken bezahlt. Die Kritik, die du bekommst ist ja wohl berechtigt. Hab ich dir doch auch schon die ganze Zeit gesagt. Farben, Farben, Farben! Und Bilder.

E: Aber die kommen ja jetzt. Und ich kann doch nicht mehr ändern, was bereits geschehen ist. Ich lerne doch auch mit jeder neuen Saison hinzu. Es ist ein Work in Progress. Laß die Vergangenheit ruhen.

KK: „Laß die Vergangenheit ruhen.“ Du solltest dich selbst hören. Wirklich. Gut dass es mich gibt. Und die Rechtschreibfehler, die dir angekreidet werden? Wird das Tobias Rembrandt auch freuen?

E: Aber es gibt doch so gut wie keine. All die „ß“ schreib ich, weil ich halt ein Erzähler der alten Schule bin. Ne, kommt gar nicht in die Tüte, dass ich „ss“ schreibe, wo es nicht hingehören sollte. Neumodischer Scheiß! Und der alte Rembrandt sagte eben Sache wie „hamse“ und nicht „haben sie“. Der war ein Mann des Volkes. So war er, so will er, dass man sich an ihn erinnert.

KK: Papperlapapp! Reaktionäres Gerede!

E: Aber dein Ansatzpunkt ist revisionistisch. Die Vergangenheit ist in Stein gemeißelt. Da läßt sich doch nichts dran ändern.

KK: Und was ist das eigentlich für eine Idee, hier diese Diskussion zu starten!? Gehört die nicht in ein Zwischenspiel?

E: Aber du hast doch damit angefangen…

KK: Keine Ausflüchte! Hier muß sich einiges tun!


Der kritische Kritiker verläßt die Szene. Unser Erzähler bleibt zurück, nimmt einen Flachmann aus der Innentasche seines verschlissenen Jacketts und verliert sich in seinen Gedanken. Er hat echt nicht damit gerechnet, dass der Job ihn so schlauchen würde

Auf den Rängen des alten Freilufttheaters sitzen Z1 und Z2. Das weite Rund ist noch immer schlecht besucht, doch sind jetzt schon bedeutend mehr Zuschauer da, als noch zu Anfang des Stücks.


Z2: Mein Gott! Das wird mir langsam zu vertrackt. Ich steig da nicht mehr durch. Sollte sich das hier nicht eigentlich ausschließlich um den Verein drehen? Und jetzt beginnen hier diese metaphysischen Diskussionen.

Z1: Hmm, ich finde eigentlich, dass es überhaupt jetzt erst richtig spannend wird. Es scheint, als würde alles zusammenhängen: Der alte Rembrandt und sein Sohn, der Verein, auch der Erzähler und der kritische Kritiker sind doch nur Teil einer größeren Geschichte. Der Talkmaster und die fremden Mächte… (erschrocken) Vielleicht sind auch wir ja nur…


Ab.


ZWISCHENSPIEL III

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Am 10. Spieltag der Saison 62 wurde der Ausbau des Stadions Kloevermarken von Gdansk/FF Ejder Brigaden fertiggestellt. Es hat jetzt ein Fassungsvermögen von 3200 Plätzen und ist somit, genau wie die Mannschaft, Landesligatauglich.

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Die neue Westtribüne. Das Stadion Kloevermarken

hat jetzt ein Fassungsvermögen von 3200.


Die Eröffnung wurde mit einem Freundschaftspiel gegen Roter Stern Sachsendorf gefeiert. Ein restlos ausverkauftes Stadion war begeistert von dem von beiden Seiten offensivgeführten Spiel, welches 3:0 endete. Doch das Ergebnis war an diesem Tag nebensächlich. Vor, während und nach dem Spiel wurde auf den Rängen ausgelassen gefeiert.

Der Tag wurde eingeleitet von den Präsidenten der beiden Clubs, Tobias Rembrandt und Robsche1991, die es sich nicht nehmen ließen, einige Worte zu sagen:


TR: Es ist mir an diesem Tag eine besondere Freude, so viele liebe Gesichter im Publikum zu sehen. Der Kloevermark bietet jetzt ein Heim für 3200 Menschen, von denen ich einen Großteil meine Freunde nennen darf. Es läuft ausgezeichnet in der Liga; mit 28 Punkten nach 10 Spielen stehen wir unangefochten auf dem 1. Platz. Mein Traum ist es, auch in Zukunft alle Zuschauer persönlich begrüßen zu können. Doch im Takt mit dem Anspruch und den steigenden Erwartungen wird auch das Stadion immer größer werden und es dürfte in der kommenden Zeit immer schwerer fallen, diesem Traum gerecht zu werden.

Ein besonderer Dank geht an unseren Hauptsponsor, die beliebte „Nummer 5“, welcher hoffentlich noch auf lange Sicht, sein Logo auf unseren Trikots neben den zwei Löwen haben wird.

Desweiteren möchte ich natürlich die Gelegenheit ergreifen, um Takanobu Endo meinen Dank auszusprechen: Endo, du verzauberst nicht nur mich, sondern auch alle hier im weiten Rund immer wieder mit deiner Einstellung, deiner Kampfeskraft, deiner Spielweise und deinem Mut, deiner Willensstärke, deinen Toren – Es erfüllt mein Herz mit Stolz, dich als Mannschaftkapitän dieses Vereins zu sehen.

Ich möchte allen Zuschauern meine größte Hochachtung aussprechen und euch versichern, dass wir für jeden von euch einen Platz in unseren Helikoptern reservieren, wenn wir nach Dänemark auswandern. Jeder von euch wird eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, eine feste Arbeit haben und eine Wohnung in Kopenhagen beziehen können – spätestens, wenn wir die aktuelle Regierung gestürzt und die Macht übernommen haben.

Und last but not least geht ein Dank und ein kommunistischer Gruß an Robsche1991, der mir mit Rat und Tat zur Seite steht, und die Comukickers von Roter Stern Sachsendorf. Danke dafür.


Danach ergriff der Vereinspräsident von Roter Stern Sachsendorf das Wort.


Robsche1991: Zu allererst möchte ich mich erst einmal bei der Vereinsführung von Gdansk für die Einladung zu diesem Spiel bedanken. Wir waren überrascht, dass Tobias Rembrandt ausgerechnet unseren kleinen, unbedeutenden Verein von Kommunisten aus dem fernen Argentinien für die Eröffnung des umgebauten Kloevermarken auswählte.

Ja, nun stehe ich hier vor der neuen Westtribüne und ich muss schon sagen, sie ist beeindruckend! Ich hätte nicht gedacht, dass so was in Polen möglich ist. Nach der systematischen Herunterwirtschaftung in den Jahrzehnten des Pseudosozialismus ist dies natürlich eine große Leistung. Viele werden jetzt behaupten, dass dies der Kapitalismus möglich gemacht hat, doch das ist falsch. Einzig und allein der Fleiß und der Schweiß des polnischen Proletariats hat dieses unglaubliche Bauwerk geschaffen.

Leider schlug Polen ja nach der Wende einen radikalen Weg der Kapitalisierung ein. Doch die Polen werden, genau wie die restliche Weltbevölkerung, in nicht allzu ferner Zukunft erkennen, dass allein der Kommunismus die Menschheit aus der momentanen Dunkelheit in das immerwährende Licht führen kann. Unser Verein versucht, einen – zugegebener Maßen kleinen – Teil zur kommunistischen Weltrevolution beizutragen. Doch nach diesem Spiel, das aus meiner Sicht für den Frieden und die Völkerverständigung steht, hoffen Führung und Fans von Roter Stern Sachsendorf, dass auch Gdansk den einzig richtigen Weg erkennt und der vereinten Arbeiterschaft zum Sieg verhilft.


Nach dem letzten Satz riss Robsche1991 die Arme zum Himmel und schrie mit geschlossenen Augen: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ Gerührt schloss Tobias Rembrandt ihn in die Arme und 3200 fanatische Zuschauer intonierten zu erst die Internationale, um dann die Vereinshymne von Gdansk anzustimmen. An den Rest des Abends erinnert sich der Verfasser dieser Zeilen leider nur noch Bruchstückhaft. Sicher ist… es gab ein Feuerwerk… wahrscheinlich… und Bier… glaub ich… und Mädchen… ne, wohl eher nicht… aber Bier… hatte ich das schon erwähnt? Es wurde auch gesungen und geträumt… definitiv sogar. Ach Gdansk, in Deinem Namen steckt so viel Sehnsucht drin. Naja, es wird jetzt durchgetrunken bis zum Aufstieg. Und dann wird der Aufstieg gefeiert bis zum Abstieg...


Tore: 17. Min: 1:0 Franck Patrick Abaw; 60 Min: 2:0 Takanobu Endo; 77. Min: 3:0 Masato Okamura


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SZENE 5 (SAISON 62)

- Landesklasse; 1. Platz; D.-St.: 6,8; D.-Alter: 19,3; Stadion: 3.200 -


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Die gelb/blauen Fans von Gdansk (nicht zu verwechseln

mit Schweden) feiern ausgelassen den Aufstieg.

Der Erzähler sitzt gemütlich in einem abgewetzten Ohrensessel. Hinter ihm ist – ganz Schultheaterstyle – ein Kamin auf eine Leinwand aufgemalt. Mit einem Cognac-Schwenker in der linken- und einer dicken Zigarre in der rechten Hand scheint der Erzähler, für einige Zeit über die vergangene Saison zu sinnieren. Die Theaterzuschauer beginnen unruhig zu werden.


Z2: Hallo?! Können wir jetzt mal was über den Aufstieg erfahren? Ich mein, ganz ehrlich, darum dreht sich hier doch alles, oder nicht?


Der Erzähler steht auf, geht an seinen Schreibtisch, holt ein sehr dickes Buch und setzt sich wieder in seinen Sessel, zieht nochmal staatstragend an der Zigarre, räuspert sich.


E: Bereits am 31. Spieltag war es soweit. Nach einem 3:0 gegen TSV nix dahinter lag Gdansk/FF Ejder Brigader, mit 9 Punkten und einer um 21 Toren besseren Tordifferenz vor einem Nichtaufstiegsplatz, so gut wie uneinholbar an der Spitze der Landesklasse 29. Dazu muss man sagen, dass der TSV allerdings auch nur 2 Spieler aufstellte.

Doch wollen wir hier die Leistung nicht schmählern. Besonders Takanobu Endo war, wie so oft, Garant des Erfolges. Mit 54 Toren scheiterte er wiedermal nur ganz knapp daran, Torschützenkönig in Polen...Bild:feuerwerk5.gif...ups, was war das denn? Naja, und es…


Bild:feuerwerk1.gif

Ein atemberaubender Lärm übertönt beinahe die Stimme des Erzählers – ein angetrunkener, versoffener, voller, alkoholisierter, ein unbeschreiblicher heute-ist-Freitag-und-der-Erste-und-wir-haben gerade-unsre-Lohntüte-bekommen-und-haben-schon-jetzt-die-Hälfte-verzecht, ein wirklich komplett und ganz und gar betrunkener Lärm, ein Lärm, wie ihn eben nur Fußballfans hinbekommen. Bild:Biersmiliegruppe.gif Die Kulissen wackeln, Hunde bellen. Würden auf der Theaterbühne Mütter wohnen, sie würden ihre Töchter wegsperren. Fußballfans! Überall! Und der Erzähler mittendrin! Bild:bengalischfeuersmilie.gif Bild:ejderschild.pngE(brüllt): Ich hasse Smilies! 112.000.000 Einträge! 112.000.000 Einträge, wenn man das Wort „Smilies“ googelt! Der Untergang des Abendlandes, Bild:konfettismilie.gif der Untergang der Kultur, wie wir sie kennen. Die Spaßgesellschaft, 2001 zu Grabe getragen, kehrt als Zombie zurück! Als Untoter! Bild:partysmilie.gif Bild:partysmilie2.gifUnd es gibt nichts, Bild:partysmilie3.gifwas wir tun können. Das Ende der Poesie! Das Ende der Liebe! Das Ende…Bild:feuerwerk2.gif Man hört ihn nicht mehr. Er wird von der Masse verschluckt. Die widerlichste Erfindung Bild:smilieballon1.gif des Fußballs, die Fanmeile, erstürmt das Theater. Eine Masse von gelb/blauen Bild:Trikotsmilie.gif und rot/weißen Bild:Gdanskschild.pngAusgeburten der Hölle erklimmt auch die Zuschauerränge.

Bild:feuerwerk1.gif

Z1(erschrocken): Oh, nein! Mitmachtheater! (zu Zuschauer2) Hoffentlich kommen sie nicht zu uns! Doch Zuschauer2 ist längst ein TeilBild:Hüpfendesmilies.gif der Horde, reißt sich sein Bild:feuerwerk2.gifT-Shirt vom Leib. Z2: PAAAARTYALAAAARM! SCHLAAAAND!!! Bild:feuerwerk3.gifMittendrin auch der Talkmaster als Außenkorrespondent im Einsatz. Bild:feuerwerk4.gifTM(überfallartig zu Z1): Wie fühlen Sie sich? Es kommt keine Antwort.Bild:Champussmilie.gif Auch Z1 wird vom MobBild:Cheerleadersmilie.gif überrannt und gegenBild:Cheerleadersmilie2.gif ihren Willen assimiliert. Alles brüllt. Bild:feuerwerk3.gifNur noch Satzfetzen aus dem Kontext gerissen. NIE MEHR LANDESKLASSE! NIE MEHR! NIE MEHR! Bild:Biersmilie2.gif Bild:Biersmilie3.gifWie aus dem NichtsBild:Biersmilie4.gif materialisieren sich diverse Buden: Wurstbuden, Fanartikelbuden, Handykramverkaufsbuden, Bierbuden,Bild:Smiliekotzen2.gif Bierbuden, Bierbuden, Kebabbuden, US-Armeerekrutierungsbuden,Bild:ejderschild.png TAKANOBU FUßBALLGOTT! Scientologystresstestbuden, smilies-6018.png Bierbuden, Plastikschmuckbuden, Brezelbuden, Bild:bengalischfeuersmilie.gifLosbuden, Bierbuden, Bierbuden, Samariterzelt, Bierbuden. Auf einem Balkon die Mannschaft, hoch überBild:pokal11smilies.gif den Fans thronend. Bild:Hüpfendesmilies.gifAuch sie besoffen (Bis auf Endo natürlich).Bild:konfettismilie2.gif Auch der Talkmaster, frischgestriegelt, geföhnt, geschminkt, das Lächeln zu einer Maske erstarrt,Bild:Zuprostsmilies.gif steht jetzt wie von Geisterhand da oben. smilies-6014.pngTM(zu Endo): Wie fühlen Sie sich? TE: Ich fühle mich sehr gut und hoffe, der Mannschaft eine Stütze sein zu können in der neuen Saison. TM: Super! Das ist ganz toll! Verschiedenste Mannschaftsmitglieder grölenBild:smiliekotzen1.gif unverständliche Dinge in das Mikrophon. TM(in die Kamera): Sie sehen, liebe Zuschauer, Bild:Biersmiliegruppe.gifdie Stimmung hier ist super! Einfach nur super! Richtig, richtig toll! (zu Tobias Rembrandt) Tobias, wie fühlen Sie sich? Doch Tobias Rembrandt ist schon längst fernab von gut und böse...




Und wir verlassen die Szene, zoomen langsam raus in die Nacht, hier wo alles so einfach erscheint, weil die Probleme des Tages unter der Dunkelheit ruhen, zoomen weg vom Theater, das in eine riesen Staubwolke gehüllt ist, zoomen weg von Gdansk, der Stadt, die brennt, finden uns jetzt im nächtlichen Sternenhimmel wieder.


Verweilen.


Ein neuer Stern entsteht. Zaghaft noch. Ein Samenkorn.


Kennt noch wer die Sternenbilder? Deren Namen? Die Gestirne, die uns über Jahrhunderte, über Jahrtausende hinweg den Stoff für Mythen und Legenden sponnen? Kennt noch wer diese Geschichten? Kann sie noch irgendwer erzählen? Die Geschichten die von Liebe handeln, von Hoffnung, von Freundschaft? Ist irgendwer da draußen, der noch weiß, wie man mit seiner Stimme trösten kann?


Und wir knallen zurück auf die Erde, schlagen mit voller Wucht auf. Es ist hell geworden. Das Theater liegt in Schutt und Asche. Irgendwo unter einem Haufen Steine, unter Holz, zerborstenem Glas und abgebrannter Feuerwerkskörper, hören wir eine uns wohlbekannte Stimme.


E: Ach, das wird ganz leicht, ham se gesacht. Was se nich alles gesacht ham, die Typen in den Nadelstreifen…

Ich hasse Smilies! Verdammte Scheiße!


AKT 2: UND ALS SIE FLÜGEL BEKAM` / MAN IHNEN ZEIGTE WIE MAN FLIEGT / HAT IHNEN DA NIEMAND GESAGT / DASS ES KEINEN HIMMEL GIBT?

Meine Damen und Herren, willkommen zurück, willkommen zum zweiten Akt dieses dekadenten Balls. Ich hoffe, Sie haben sich in der Pause etwas erfrischen können.

Im ersten Akt haben wir verfolgt, wie ein kleiner unbedeutender Fußballverein sich Schritt für Schritt weiterentwickelte und am Ende den ersten Aufstieg feierte. Dieser erste Akt war vorgeschrieben, der Plot, schon durch den Titel Jugendblüte, nur allzu verständlich.

Personen wurden etabliert. Mehr und mehr wurde der Erzähler als Held offenbart. Seine Nemesis, der kritische Kritiker, wird noch eine besondere Rolle spielen (müssen). Die Antagonisten, die fremden Mächte und der Talkmaster als ihr Handlanger, werden bald ihre wirklich häßliche Fratze zeigen (müssen). Alles muss, nichts kann... oder so. Ist Theater, da gibts Regeln.

Und nun... In bester Impro-manier (nicht so wie die Kollegen des Privatfernsehens) geht es weiter mit dem zweiten Akt, von dem noch niemand weiß, wie er enden soll... mit der Enttarnung der fremden Mächte? Dem Aufstieg in die 1. Liga? Dem Umzug nach Dänemark? Dem totalen Absturz des Vereins durch Misswirtschaft und Veruntreuung? Das letztere ist anzunehmen, daher auch der Titel.

Meine Damen und Herren, liebe Kritiker von FAZ und BILD, willkommen zum zweiten Akt. Das Weltentheater wünscht Ihnen viel Vergnügen. Die Notausgänge... ja, die stehen nach der heftigen letzten Szene leider noch nicht wieder zur Verfügung – aber wir arbeiten dran. Versprochen.


NACHSPIEL ZUR SAISON 62
Bild:Chiquita.JPG‎
Schöne Farben: Vielleicht

bald der neue Hauptsponsor?


Tobias Rembrandt sitzt in seinem Kabuff. Durch das Fenster sieht man Baukräne und Aufräummannschaften, die dabei sind, die letzten Spuren der Aufstiegsparty zu beseitigen. Solch Aufräumarbeit wünscht sich der Manager von Gdansk auch für seinen Kopf. Er ist irgendwann heute Nachmittag ohne Schuhe in einer Kiste voller Bananen (Chiquita) aufgewacht, die Lippen rot angemalt und der Kopf kahlrasiert. Naja, er hat schon schlimmeres erlebt. Wenigstens lag er weich.

Jetzt sitzt er an seinem Schreibtisch, schmeißt sich drei Aspirin in den Schlund und spühlt sie mit Kaffee runter. Es klopft an der Tür.

Tobias starrt ins leere.

Es klopft wieder.


TR: hmmm...?


Der Erzähler öffnet zaghaft die Tür. Sein Kopf ist bandagiert. Der rechter Arm ist in einer Schlinge, unter dem linken trägt er einen Haufen Akten.


E: Chef?

TR: hmmmmmm...?

E: Chef? Es gibt noch etwas zu tun.

TR: hmmmmmmmmmmm...?

E: Also, da wären erst einmal die Transfers der letzten Saison...

TR: (brüllt) Kann man denn nicht ein Mal, wenigstens ein Mal seinen Kater auskurieren?! Ich meine, wir sind aufgestiegen, da kann man doch mal einen trinken, verdammte Scheiße!!!

E: (kleinlaut) Chef... Das war vor 21 Tagen...

TR: hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm...?

E: Ja, und ich mein, es muss ja weitergehen und Sie müssen nur diese Transfers kurz abzeichnen. Sehen Sie, ich habe da jetzt Farben... also, grün, so für Zugänge, dachte ich und rot...

TR: (wirsch) Na, gib schon her.


Name Position Alter Stärke Kosten Von
Mirko Świderski VS 18 3 ------A-Jugend
Ingolf Wich LM 18 5 600001 EC Reichenbach
Peter Kaujeua DM17 4 500001 Capetown Warriors
Name Position Alter Stärke Gewinn Zu
Mirko Świderski VS 18 3 60001 RWE 1992
Franck Patrick Abaw LM 23 8 900001 Borussenmania


TR: Sonst noch was?

E: Ja, ähm, der Präsident von Roter Stern Sachsendorf, Robsche1991, hat angefragt, ob...

TR: Roter Sachsen Was?

E: Roter Stern Sachsendorf, der Club aus Argentinien, der zur Eröffnung der Westtribüne hier war. Sie würden sich jetzt gerne revangieren und Gdansk einladen.

TR: Jajaja... Mach mal.

E: Ja und die würden auch gerne ein Interview machen, mit Ihnen...

TR: Interwas? Och...

E: Ja, für ihre Vereinszeitschrift, den EC und ich habe ihnen bereits versprochen...


Der Erzähler nimmt die Akten vom Tisch und geht langsam rückwärts zur Tür.


E: ...bereits versprochen, dass Sie da mitmachen...


Er öffnet die Tür.


E: ...und möglichst nüchtern sein werden.


Er schließt die Tür hinter sich. Gerade noch rechtzeitig. Man hört einen Kaffeepot an der Tür zerschellen.


E: (Jetzt draußen zu sich selbst) Das wird ganz leicht, ham se gesacht.


Ab.

Was wohl die kommunistische Vereinsführung von Roter Stern Sachsendorf zu den Gerüchten um ein mögliches Sponsorat von Chiquita bei den Brigaden von der Ejder zu sagen hat? Es könnte ein spannendes Interview werden. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Blood Bananas[3], Citizens for Boycotting Chiquita[4]


SZENE 1 (SAISON 63)

- Landesliga; 4. Platz; D.-St.: 7,4; D.-Alter: 19,7; Stadion: 3.100 -


Bild:Witoldkozaksmall.jpg‎
Witold Kozak


Das Theater ist wieder hergestellt. In unzähligen Arbeitsstunden haben die Handwerker schier unmögliches geleistet. Es ist ein Prunkstück, schöner als je zuvor erstrahlt das Weltentheater in neuer Pracht und das weite Rund ist inzwischen gut besucht – über 900 Zuschauer wohnen jetzt schon dem grausigen Schauspiel bei. Alles wartet gespannt auf die nächste Szene. Der Intendant ist glücklich, doch nicht alle teilen diese Einstellung.


Z2: Oh, man! Hier wird man ja gar nicht mehr bedient. Wo kommen denn all diese Leute her?

Z1: Du hast doch auch schon genug gegessen. Du rülpst und furzt die ganze Zeit über. Das wird mir langsam peinlich.

Z2: Wuuuuurstman! Hey, Würstchenverkäufer!


Witold Kozak, ehemaliger Spieler von Gdansk und jetzt Würstchenverkäufer, bemerkt Z1. Geht rüber zu ihm.


Z2: Das wurde aber auch Zeit! Einmal mit Mayo und Brot bitte.

Withold Kozak: Sofort der Herr.

Z1: Schhhhhh. Es fängt wieder an.


Der Vorhang hebt sich. Ein altes, klappriges dreimotoriges Flugzeug, eine Junker 52, offenbart sich uns. Es ist der 30. Spieltag der Saison 63. Der komplette Kader von Gdansk, der Erzähler und Tobias Rembrandt befinden sich auf dem Weg nach Argentinien, um ein Freundschafstspiel gegen die Jungs vom RSS zu bestreiten.


Bild:Ju52.jpg


Pilot: Guten Morgen meine Damen und Herren, hier spricht Ihr Kapitän. Wir befinden uns momentan über Paris in einer Höhe von 3000 Metern. Da wir über keine Druckausgleichkabine verfügen, bitte ich Sie, nun Ihre Sauerstoffmasken anzulegen. Unsere Reisegeschwindigkeit beträgt 180 Km/h und wenn meine alte Emma die beibehält, landen wir in ca. 53 Stunden in Buenos Aires.

TR: Worauf haben wir uns da nur eingelassen?

E: Wir hätten auch eine andere Maschine mieten können...

TR: Und wer hätte das bezahlen sollen? Du vielleicht?

E: Naja, und dann müssen wir nochmal 4 Stunden mit der Kutsche nach Rosario. Mit der Highspeed-Railway bräuchten man nur eine halbe Stunde.

TR: Das ist doch super. So können wir wenigstens den Papierkram erledigen.


Tobias Rembrandt versucht, Optimismus zu verbreiten und macht sich daran, die Rechnungen der Saison durchzusehen, kommt immer wieder mit dümmlichen Ausrufen wie „Nicht schlecht, Herr Specht!“ und „Mein lieber Herr Gesangsverein!“ Der Erzähler schiebt Gewaltphantasien. In ihm brodelst!

Name Position Alter Stärke Kosten Von
Leopold Komorowski RV 18 2 ------A-Jugend
Maciej Orzechowski TW 19 4 ------A-Jugend
Dauda Okpodu MS 17 4 500000 Arminia Hannover
Name Position Alter Stärke Gewinn Zu
Leopold Komorowski RV 18 2 100000 1. FC Osnabrück 08
Reimund Meier MS 20 7 1000001 BUCOs UNBEUGSAME
Dei Hye-Jin DM 24 9 650001 Brno Bobcats

Z2 hat inzwischen sein Hotdog aufgegessen und beginnt – plötzlich ganz bei der Sache – an seinen fettigen Fingern irgendetwas nachzurechnen. Nach einiger Zeit ist er sich sicher.


Z2 (laut, so dass es jeder auf der Bühne und auf den Rängen hören kann): Das sind ja über 57 Stunden! Das sind also 114 Stunden nur für die Reise!

Z1: Pssst, die Leute gucken schon.

Z2 (läßt sich nicht beirren): Und dann müssen sie da doch auch noch das Freundschaftsspiel machen. Und dann das Interview. Aber die müssen doch morgen zurück sein, um in der Liga zu spielen! Das ist doch realistisch gesehen überhaupt gar nicht möglich!

KK: Ne, da haben Sie recht. Das ist echt nicht möglich.

E (verflixt wütend): Überhaupt gar nicht möglich!?! Realistisch gesehen?!? Scheiße! Ich versuche, hier wirklich für Stimmung zu sorgen! Ich habe verdammt noch mal keinen Bock mehr auf diese ewige Besserwisserei! Scheiße! Scheiße! Scheiße! Es hat dich doch auch scheiße noch mal nicht gekümmert, dass die komplette Aufstiegsparty nur eine riesengroße arrangierte Show war! Besoffen warst du doch trotzdem von dem imaginären Bier, du Dickwanst. Verdammte Hohlbratze! Ich muss mir das hier echt nicht antun! Scheiße!


Die Imagination verpufft. Die Ju 52 entpuppt sich als Pappmachékulisse. Der Pilot, die Mannschaft, Tobias Rembrandt, die Zuschauer und Witold Kozak sehen verblüfft zu, wie der einzige Mann, der dieses Schauspiel zusammenhalten könnte, die Bühne schnaubend verläßt. Man hört vereinzelt Kinder im Publikum weinen. Aber das kümmert den Erzähler nun wirklich nicht mehr. Geistesgegenwärtig rennt Kozak auf die Bühne.


WK: Liebe Zuschauer, meine Damen und Herren. Wir erleben zur Zeit technische Schwierigkeiten. Wir machen nur eine kurze Pause und sind dann gleich wieder zurück. Keine Angst! Keine Panik! Es wird gleich weitergehen.


Hinter ihm fällt der Vorhang.


WK: Will irgendwer ein heißes Würstchen?


Ab.


SZENE 2 (SAISON 64)

- Landesliga; 6. Platz; D.-St.: 8,0; D.-Alter: 20,6; Stadion: 5.990 -


Ein weißes Blatt Papier. Die Trauer eines gesamten Tages.


SZENE 3 (SAISON 65)

- Landesliga; 3. Platz; D.-St.: 8,5; D.-Alter: 21,1; Stadion: 5.990 -


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Kirchen zu Kneipen


Lateinamerika. 500 Jahre nach Kolumbus. Noch immer besetzt von den Spaniern. Zappe dich durch die TV-Kanäle, wenn du mir nicht glaubst. Alles Weiße. Rassisten. Auf jedem Sender, jede Nachrichtensendung. "And if you don´t believe me / You can switch to Univision."

Eine Kneipe. Irgendwo am Rande des argentinischen Urwalds. Ein Mann sitzt mit dem Rücken zum Publikum an der Bar. Bier und Whiskey. Eine halbleere und eine volle Flaschen Jack Daniels stehen vor ihm auf dem Tresen. Er jammert. Er ist ein Trinker.

Der Barkeeper ist das gewohnt. Alle Leute, die sich hier hin verirren, jammern. Was sollte man hier, am Ende der Welt, auch sonst machen? Der Barmann schaltet weiter durch die Kanäle, findet eine Übertragung von der Aufstiegsfeier eines kleinen Clubs aus Rossario, Roter Stern Sachsendorf.


Trinker: Er ist weg.

Barkeeper: mhm.

T: Ich muss ihn wiederfinden, ihm sagen, was er mir bedeutet. Mein Gott, hätte ich ihm nur gesagt, was er mir bedeutet. Ohne ihn ist alles leer und grau. Jede Zeile schmeckt nach Staub. Wüst und leer. Und nichts ist gut.


Der Barkeeper scheint desinteressiert. Nach vierundsechzig Tagen Gejammer ist das aber auch verständlich.


T: Ich kann nicht zurück. Ich will nicht zurück. Ich werde ohne ihn nicht zurück nach Polen. Bei uns geht alles drunter und drüber.


Der Trinker bemerkt, was im Fernseher läuft.


T: Die kenn ich. Gegen die haben wir mal ein Freundschaftsspiel gemacht. Dann war mein Freund plötzlich weg.


Der Barkeeper ist weiterhin nicht daran interessiert, mit dem Mann zu sprechen – Er meint nicht, dass das zu seinem Job gehört. Der Trinker widmet sich unterdessen wieder seinen Getränken. Raucht und jammert. So geht das einige Minuten weiter. Ein Mann in einer schicken Uniform der Correo Argentino, der argentinischen Post, betritt die Kneipe.


Postbote: Un telegrama para el señor Rembrandt! Un telegrama!


Niemand meldet sich. Der Barkeeper stupst den Trinker an, der mit dem Kopf auf dem Tresen selig schnarcht.


BK: ?Ellos no son el señor Tobias Rembrandt?


Der Trinker schaut auf und wir sehen in sein mondrundes, unrasiertes, soschönversoffenes Gesicht. Ja! Er ist es! Unser Lieblings-OFMler!


TR: ?Si?

PB: Un telegrama para ti.

TR: Ähm, wie heißt den Danke?


Tobias nimmt die Post entgegen. Der Postbote steht abwartend neben ihm.


TR: Was will er denn?

BK: Señor Rembrandt. Wir sind 200 Kilometer nächste Siedlung entfernt. Ich denke, er gerne will la propina.

TR: La wat?

BK: Trinkgeld, señor.

TR: Ah.


Tobias wühlt in seinen Taschen. Findet nichts. Er greift nach der vollen Flasche Whisky, zögert, entscheidet sich doch für die halbleere.


TR: Hier chiko.


Der Postbote scheint zufrieden.


PB: No sólo de pan vive el hombre.


Der Beamte lächelt und geht seines Weges. Wirklich ausgezeichnet, das Postwesen hier. Tobias widmet sich der Post aus Polen.


TR: Oh, von Endo. Gut, dass sich jemand drum kümmert, während ich weg bin.


Gdansk, d. 12. 6. 2009


Lieber Herr Rambrandt,


Wann kommen Sie wieder? Wie geht es Ihnen? Haben Sie den Erzähler gefunden? Ich schicke Ihnen anbei die Transfers der letzten zwei Saisons, dass diese abgezeichnet werden können.


Saison 64:

Name Position Alter Stärke Kosten Von
Gabriel Frąckowiak RS 17 2 ------A-Jugend
Kazimiesz Tomaszewski TW 19 3 ------ A-Jugend
Name Position Alter Stärke Gewinn Zu
Maciej Orzechowski TW 20 5 230001 FC Tomaszow Lubelski
Gabriel Frąckowiak RS 17 2 258001 Polish Motivators


Saison 65:

Name Position Alter Stärke Kosten Von
Severin Szymański LS 19 1 ------A-Jugend
Mirco Gonder LV 17 5 1500001 Chaos Küppersteg
Name Position Alter Stärke Gewinn Zu
Severin Szymański LS 19 1 2 Reprezentacja Polski
Dietrich Golze LV 24 10 1455556 smokealot


Leider habe ich auch unerfreuliche Nachrichten. Das OFM-Gericht hat uns zu einer leichten Strafe wegen Nichtaufstellens verdonnert. Leider haben wir uns die Regeln nicht genau durchgelesen, während Sie weg waren.


Bild:Ofmstrafe.jpg


Sonst geht es uns gut, aber für den Aufstieg müssen wir wohl noch etwas trainieren.


Liebe Grüße von der ganzen Mannschaft.

Ihr Takanobu Endo


PS: Bringen Sie uns doch bitte die Mai-Ausgabe vom EC mit, in der das Interview mit Ihnen zu lesen ist.



TR: Was machen die da? Die können doch nicht einfach Didi Golze verkaufen!!! Und wieso bekommen wir eine Strafe?!? Ich muss den Erzähler finden. Barkeeper! Wie komme ich in den Jungel?

BK: Einfach aus der Tür raus Señor, einfach aus der Tür raus.


Tobias steht wild entschlossen auf – naja, er taumelt ein wenig – geht zur Tür, macht halt, nimmt die Falsche Jack Daniels vom Tresen und macht sich auf den Weg, raus in den Regenwald, um seine Seele zu finden.


Ab.



Bild:Postargentinien.gif‎‎
Gewidmet den Männern und Frauen der

argentinischen Post. Ihr seid Helden!

SZENE 4 (Saison 66)

- Landesliga; 6. Platz; D.-St.: 8,6; D.-Alter: 21,8; Stadion: 5.890 -


Bild: Zack1.png
Bild: Zack2.png

War es Marlows Stimme, die uns ins Herz der Dunkelheit begleitete? War es seine Stimme, die uns von den weißen Flecken auf den Landkarten berichtete, den weißen Flecken, die er – noch nicht mal im Stimmenbruch – so liebte? Schon zu seiner Zeit gab es immer weniger von diesen blank spaces auf den Karten und heute gibt es keine mehr. Von der Arktis bis zum Gegenpol wurde alles erforscht, jeder Berg wurde bestiegen, jede Seestraße benannt. Es gibt unzählige Heldengeschichten, doch noch viele, viele weitere, die von barbarischen Entdeckern handeln, die sich selbst zivilisiert nannten. die wenigen Orte, die noch kein Mensch bisher betreten hat, sind trotzdem von Satelitten erfaßt, vermessen und karteographiert wurden.

Weiße Flecken gibt es nicht mehr. Dafür aber riesige grüne Monster: undurdringbare Vegetation, die Urwälder, die Regenwälder, Dschungel – nenne es, wie du willst. 36 % unserer Erde bedecken diese Giganten, die ohne menschlichen Einfluß existieren dürfen. Und obwohl jährlich 6 Millionen Hektar abgeholzt werden, um – zu Segespähne verarbeitet – die Kotze in Disneyland zu bedecken, sind diese Wälder noch immer so mächtig, deren Artenvielfalt so gewaltig, dass man sich selbst als überzeugter Atheist nicht mehr traut, an Gottes Exisistenz zu zweifeln.

Durch diese grüne Hölle kämpft sich ein Mann auf der Suche nach seinem Freund.


TR: Puha, wenigstens muß ich meinen Scheiß nicht selber schleppen. Es war wahrlich nicht leicht, diese drei Männer zu finden. Und billig wars auch nicht: $1138. Versuch mal drei Schwarze in Argentinien aufzutreiben. Wenn sie nur nicht die ganze Zeit von irgendwelchen fremden Mächten reden würden, die hier angeblich hinter jedem Baum lungern sollen. Alles Humbug!


Ein ohrenbetäubender Lärm übertöhnt alle Geräusche des Waldes, zerreißt den Himmel über den Baumwipfeln und versetzt eine friedliche Affenfamilie in der Nähe von der kleinen Gruppe um Tobias Rembrandt in Aufruhr. Die drei Träger nehmen samt Last reißaus.


Träger: Die fremden Mächte! Die fremden Mächte!


Tobias wirft sich, die Hände schützent über dem Kopf, zu Boden und blickt erst wieder auf, als der Lärm sich entfernt. Er ruft den Trägern übelste Beschimpfungen hinterher, nimmt den Jack Daniels aus seinem Rucksack, genehmigt sich einen Schluck, als man es plötzlich im Geäst über ihm krachen hört. Wieder wirft Tobias sich zu Boden. Neben ihm fällt ein Holzkasten ächzend zu Boden. Auf ihm steht Correo Argentino.


TR: Ach, die Post mit den Transfers der letzten Saison, schön.


Name Position Alter Stärke Kosten Von
Guido Montolivo LS 20 8 1.234.569 Polska.Boiiz
Falko Krech RS 20 8 1.500.003 SSV WinsCoast
Name Position Alter Stärke Gewinn Zu
Mirco Gonder LV 18 6 1.700.001 coccolina81
Kazimiesz Tomaszewski TW 21 5 144.445 FSV Holland
Danny Doyle RV 23 9 1.600.001 1. FC Mina


TR: Was für...! Was ist denn...! Verdammte...! Die können doch nicht einfach das System umstellen, während ich weg bin...


Bild: Zack3.png
Bild: Zack4.png

Tobias fängt an zu laufen, Raum und Zeit vergessend rennt er durch das Unterholz, stolpert, fällt, rappelt sich auf, rennt weiter, einem inneren Kompas folgend. Verspürt weder hunger noch Durst... Naja, ab und an ein Schluck Jackie aus Tennessee... immer weiter. Aus Sorge um seinen Fußballklub. Er hat noch immer nicht begriffen, dass hier in der grünen Hölle nichts mehr wichtig ist. Tage verstreichen. Er zählt sie nicht. Sie haben keine Bedeutung mehr. Äste schlagen sein Gesicht blutig; sein Hemd zerrissen, ein Schuh verloren. Er rennt, sein Geist wie benebelt (mehr, nein, anders als sonst). Dem Wahnsinn nahe steht er plötzlich vor einem alten Tempel, weiß selbst nicht, wie er dort hingekommen ist.


TR: Zappa...! Lot...!


Ohne Angst betritt Tobias Rembrandt den Tempel. Er such seinen Freund. Er weiß, dass er ihn hier finden wird. Er wird ihn dazubringen, wieder mit nach Polen zu kommen.


TR: Mein Gott ist das dunkel hier. Gut, dass ich Kettensägenbenzin habe. Und mit diesem Stock und mit den resten meines Hemdes werde ich ein Fackel machen können.


Use stick with shirt

Use stick with shirt with chainsaw fuel

Use torch with matches

Und es wurde Licht


Tobias Rembrandt wandert durch die endlosen Gänge des Tempels. Hier kann man sich leicht verlaufen. Doch er hat keine Angst mehr. Er such seinen Freund. Er weiß, dass er ihn hier finden wird. Er wird ihn dazubringen, wieder mit nach Polen zu kommen. Nach einiger Zeit – vielleicht nach Minuten, vielleicht nach Stunden oder Tagen – betritt er eine große Halle, in der ein Feuer brennt. Vielleicht eine Opferungsstelle.

Bild: Zack5.png

Doch Tobias Rembrandt hat keine Angst mehr...


E: ...Denn er sucht seinen Freund. Er weiß, dass er ihn hier finden wird. Er wird ihn dazubringen, wieder mit nach Polen zu kommen. Wenn nötig wird er ihm sagen, was er noch nie gesagt hat.

TR: Erzähler!!!!!

E:...

TR: Hey, du versteckst dich doch da in dem Spalt. Das weiß ich doch. War ja auch klar, nur du kannst so schön erzählen.


Grummelig kommt der Erzähler aus dem Spalt hervor.


TR: Erzähler, du mußt mit mir zurück nach Polen kommen. Da gehts drunter und drüber.

E: Ich will nicht mehr. Die blöden Zuschauer, der kritisch Kritiker. Ich hab da keinen Bock mehr. Und dann bin ich es ja auch, der sich um die Mannschaft kümmern muss: Training, Aufstellung, Taktik. Ne, echt nicht. Das brauch ich alles nicht.


Tobias Rembrandt hat seinen Freund gefunden. Er wußte, dass er ihn hier finden würde. Er wird ihn dazubringen, wieder mit nach Polen zu kommen...


E: ...Wenn nötig wird er ihm sagen, was er noch nie gesagt hat.

TR: Was soll ich denn sagen?

E: Na, sag schon!

TR: Ja, was denn?

E: Na, komm!

TR: Ne, du kannst dir sicher sein, dass ich das nicht sagen!

E: Jetzt mach schon!

TR: Nein!


Tobias ist ein Mann der Prinzipien.

Bild:Lucasarts.jpg‎‎
Gewidmet LucasArts: Für eine

sorgenfreie Jugend in der

bundesrepublikanischen Wirk-

lichkeit der `90er Jahre


E: Dann bleib ich hier.

TR: Nein!

E: Dann sag schon...

TR: ...

E: ...


Prinzipien sind überschätzt


TR: Ok, aber erzähl es niemandem.

E: Abgemacht.

TR: Du fehlst mir. Und den Zuschauern.

E: Und...?

TR: Und ohne dich ist das ganze Drama nicht so lustig... Bitte.

E: Alles klar, laß uns diesen Dreckskontinent verlassen.


Ab.


SZENE 5 (Saison 67)

SZENE 6 (Saison 68)

ZWISCHENSPIEL

Mein sehr verehrtes Publikum, meine Damen und Herren, liebe Kinder, liebe Manager, Es tut mir aufrichtig leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass das Weltentheater heute Abend seine Türen für immer schließt. Den Darsteller des Ensembles, die ja alle nebenher noch richtigen Jobs nachgehen, fehlt die Zeit, um weiterhin für Ihre Unterhaltung und Ablenkung vom wahren Leben zu sorgen.


Das ist schade, da gerade jetzt, Dänemark zum Greifen nah erscheint, doch Sie können uns glauben, dass die Entscheidung uns nicht leichtgefallen ist. Wir möchten diese Stelle nochmals nutzen, um unseren Dank auszusprechen, allen voran dem FC BTL und natürlich Robsche1991, ohne die nichts funktioniert hätte. Allen Managern, die Gdansk aufmunternde Nachrichten schrieben, alle die diesen Artikel in die Kategorie „Lesenswert“ einstufen wollten und last but not least, den Administratoren dieser Wiki: JoSpell, Olfmo, Rotbart, Trublu und Turtle2601. Danke für die viele Arbeit.


Alles Liebe und gute Nacht

Ehrenautor Tobis Rembrandt


PS: Die dunkle Macht ist natürlich nur eine Wahnvorstellung des Erzählers. Das findet irgendwann Withold Kozak raus, der in der Zwischenzeit Trainer von Gdansk geworden ist, und mit seiner Hilfe und der von Endo, der in der Saison 69 für 5,6 mio. verscherbelt wurde, aber nach der aktiven Kariere zurückkehrt, um ein ewiges Denkmal zu werden, können die dunklen Mächte gebannt werden und der Erzähler endlich das tun, was er schon immer wollte: Ein Remake von Colt Sivers drehen.


Wir sagen Dankeschön[5]


Z2: Na endlich, laß uns nach Hause. Auf Kabel1 ist heute große Star Treck-Nacht.


Ab.

vorhang.jpg

APPENDIX

Liebes Publikum, dieser Anhang soll Ihnen während der Vorstellung als Nachschlagewerk dienen. Hier können Sie schnell nachsehen, welcher Spieler des Ensembles aus welchem Land kommt, in welcher Saison es war, dass Tobias Rembrandt seinen ersten Vollrausch hatte und wann denn dieser komische Klub namens Gdansk aufgestiegen ist und mit welchen Vereinen man befreundet sein darf, wenn man ein dem Theater gegenüber loyaler Zuschauer sein möchte – schlicht all das, was eigentlich nur die Nerds unter Ihnen interessieren sollte.


Aktueller Kader

Gdansk / FF Ejder Brigader bemüht sich darum, einen schlanken Kader zu haben, welcher so wohl in der Liga als auch bei Friendlies zum Einsatz kommt. In die Jugend wird zurzeit – während der Verein in den unteren Ligen spielt – nur wenig Geld investiert. Man hofft, mit minimalen Ausgaben, zumindest einen Jugendspieler zu verpflichten, und diesen gewinnbringend zu verkaufen, falls er zu schwach ist oder nicht in das aktuelle 5-4-1-System passt. Über Zu- und Abgänge wird in den jeweiligen Saisonberichten informiert.


In der Saison 66 wurde trainingsbedingt auf ein 3-4-3-System umgestellt.

Pos Name Nation Alter Stärke Im Verein seit Vorheriger Verein Preis
TW Amur Boudiaf algerien.gif 24 10 61/10 Kickers Herrngarten 565.000
LIB Job M´Bockou kamerun.gif 23 10 61/4 SV NIEDERHOF 345.342
LMD Marco Amerhauser austria.gif 24 10 60/23 FC NoName 330.001
RMD Santiago Abel Carignano argentinia.gif 23 10 61/4 FC Kugelblitz e.V. 2008 560.002
LM Ingolf Wich germany.gif 23 10 62/14 EC Reichenbach 600.001
DM Peter Kaujeua namibia.gif 22 10 62/21 Capetown Warriors 500.001
ZM Arben Novaku kenya.gif 24 11 60/0 A-Jugend ------
RM Masato Okamura japan.gif 25 12 60/12 Tus Lüdershausen 500.000
LS Guido Montolivo italy.gif 21 9 66/4 Polska.Boiiz 1.234.569
MS Takanobu Endo japan.gif 26 13 60/4 FC All Stars 711.990
MS Joslain Mokaté kamerun.gif 18 5 67/14 SC Ringbing 337.335
RS Falko Krech germany.gif 21 9 66/7 SSV WinsCoast 1.500.003


Aktueller Marktwert: 27.683.106 €

Geschichte

Det var dengang i de fede cruiserdage...

Saison Liga Nation Platz Punkte Tore Gegentore Meisten Tore D-Stärke D-alter Stadion
58 Landesklasse 36 poland.gif 10. K. A. K. A. K. A. K. A. 3,2 21,0 400
59 Landesklasse 26 poland.gif 8. K. A. K. A. K. A. K. A. 4,7 20,3 300
60 Landesklasse 31 poland.gif 6. K. A. K. A. K. A. K. A. 5,3 19,4 1.300
61 Landesklasse 12 poland.gif 4. K. A. K. A. K. A. T. Endo: 46 6,3 18,9 1.200
62 Landesklasse 29 poland.gif 1. 92 89 11 T. Endo: 54 6,8 19,3 3.200
63 Landesliga 26 poland.gif 4. 64 67 36 T. Endo: 36 7,4 19,7 3.100
64 Landesliga 30 poland.gif 6. 64 60 42 T. Endo: 27 8,0 20,6 5.990
65 Landesliga 23 poland.gif 3. 69 71 38 T. Endo: 37 8,5 21,1 5.990
66 Landesliga 28 poland.gif 6.  ?  ?  ? T. Endo: >26 8,6 21,8 5.890

Erfolge

  • Den 2. Preis bei einer Schönheitskonkurrenz gewonnen. 200 M eingezogen.
  • Saison 62: Aufstieg in die Landesliga.


Fanfreundschaften

01100-Schal-Werder-U.RWE.gif

14_sw.gif Verein: FC BTL Manager: Crait
14_sw.gif Verein: bc phoenix Manager: bcphoenix
14_sw.gif Verein: SC York Manager: York
argentinia.gif Verein: Roter Stern Sachsendorf Manager: Robsche1991
poland.gif Verein: Young Boys Karlsruhe Manager: kscandi1991



Diskussion zur Wahl zu "Lesenswerter Artikel"

6. Januar - 10. Februar 2009


Liebe Leser, hier bitte keinen Kommentar abgeben, ne, der wird auf OFM-Wiki:Kandidaten für lesenswerte Artikel hingeschrieben.


Contra
-Dafür: Also erst einmal ein RIESEN LOB für diese mir völlig neue Idee eine Mannschaft und ihre Geschichte zu Präsentieren
-aber hier geht es um mehr
-Dagegen: Die Aufmachung der Präsentation ist einfach ziemlich unübersichtlich und fade
-Dagegen: Es fehlen Bilder die die Story auflockern
-Dagegen: Und so Statistiken wärn auch nicht schlecht. Die vorhandenen sind ein Anfang, aber einseitig.
-Wenn du die Story besser darstellst und die Aufmachung zum Team den anderen lesenwerten Artikeln, die bereits gewonnen haben nacheiferst, könnte deine Seite ein Unikat werden
-Wenn nicht das Unikat!!! aber so keine Chance!!!
-Dagegen: fehlerhafte Rechschreibung
--turtle2601 18:42 Uhr; 06. Jan 2009 (MEZ)

 Pro
-Dafür:ich liebe es wenn sich Jemand Gedanken zu was Neuem macht und Dieses dann auch umsetzt
-Dafür:Unikate Darstellung und viel zu lesen
-Dafür: Aufgrund der sehr eigenwilligen Darbietung sind Statistiken für mich nicht so wichtig.
-Dagegen:Es fehlen:Bilder,Bilder,Bilder..die das Ganze auflockern.
-Fazit.Interessante Eigenwillige unikate Seite.Mit etwas Überarbeitung kann es was werden!.

--bergwolff 11:03 Uhr; 07. Jan 2009 (MEZ)

Contra
-Dafür: Die Idee der Darstellung ist sehr ausgefallen
-Dagegen: farblos und unübersichtlich strukturiert
-Dagegen: man verliert aufgrund der fehlenden Bilder schnell den Faden
-Dagegen: relativ wenige Infos und optisch langweilige Statistiken
-Neutrale Äusserung: mit etwas mehr Pepp kann da auf jeden Fall was draus werden
--Rotbart 14:21 Uhr; 07. Jan 2009 (MEZ)

 Pro
- Dafür: Die Idee, die Vereinsgeschichte als ein Drama darzustellen, ist aus meiner Sicht genial.
- Dafür: Auf der Vereinsseite wurde Bezug zur bisherigen Kritik genommen.
- Dafür: Erkennbarer Witz, der zur Unterhaltung beiträgt
- neutrale Äußerung: Bilder und Statistiken fehlen bisher, allerdings passt das auch in die Story. Der Erzähler findet erst später heraus, wie man diese einbindet. Damit wird die Unwissenheit des Managers ein Teil des Dramas. GENIAL
- Fazit: Allein für die Idee verdient es diese Seite "Lesenswert" zu werden. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und würde auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.
--Robsche1991 13:30 11. Jan 2009 (MEZ)

Neutral
- sehr, sehr schöne Idee
- leider arg langatmig.
- kürzen würde helfen.
-- GPfitzmann 11:54, 27. Jan. 2009 (UTC)


Diskussion zur Wahl zu "Lesenswerter Artikel" II

22. März - 26. April 2009

Tja, auch bei der zweiten Kandidatur hat es leider nicht geklappt; doch weiterhin gilt, daß die Seite bei jeder Besucher-Schnapszahl (So will das der Erzähler, und vor allem gefällt das so nämlich Herrn Rembrandt) erneut zur Wahl gestellt wird.


Zitat von der letzten Bewertung: Contra
-Dafür: Also erst einmal ein RIESEN LOB für diese mir völlig neue Idee eine Mannschaft und ihre Geschichte zu Präsentieren
-aber hier geht es um mehr
-Dagegen: Die Aufmachung der Präsentation ist einfach ziemlich unübersichtlich und fade
-Dagegen: Es fehlen Bilder die die Story auflockern
-Dagegen: Und so Statistiken wärn auch nicht schlecht. Die vorhandenen sind ein Anfang, aber einseitig.
-Wenn du die Story besser darstellst und die Aufmachung zum Team den anderen lesenwerten Artikeln, die bereits gewonnen haben nacheiferst, könnte deine Seite ein Unikat werden
-Wenn nicht das Unikat!!! aber so keine Chance!!!
-Dagegen: fehlerhafte Rechschreibung
--turtle2601 18:42 Uhr; 06. Jan 2009 (MEZ)

Und es bleibt mir nichts anderes über als dir wieder ein Contra zu geben.
-Dafür: Nochmals Spreche ich dir ein Großes Lob für die Idee und die ganze Arbeit aus
-aber wie schon gesagt, es geht hier um mehr
-Dagegen: Aufmachung hat sich meines Erachtens nicht wirklich verbessert, klar es gibt eine besssere Struktur und ein paar mehr Bilder, aber die scheinen eher eine Erweiterung als Veränderung des alten zu sein
-Dagegen: Es könnten deutlich mehr Story-bezogene-Bilder und Statistiken sein, wie beispielsweise bei Concordia Caledonia Köln
-Du hast die Seite meiner Beobachtung nach vorallem erweitert und nicht verbessert. Die wird langsam zur Unendlichen Geschichte. Und du prahlst ja auch noch mit der Länge, die eher abschreckt, als zum lesen annimiert.
-Sorry, aber wen du nicht langsam anfängst dir eine Gute Strategie einfallen zu lassen wie du die Seite kurz und interessant machst, dann wird das nie was. Du musst ja nichts weglassen, aber auslagern, zwecks Übersichtlichkeit wär eine Idee.
-Achja und immernoch: Dagegen: fehlerhafte Rechschreibung
-Fazit: Die Seite ist zwar länger, aber dadurch auch eher schlechter als bessser geworden
--turtle2601 19:57, 22. Mär. 2009 (CET)

Zitat von der letzten Bewertung:

 Pro
- Dafür: Die Idee, die Vereinsgeschichte als ein Drama darzustellen, ist aus meiner Sicht genial.
- Dafür: Auf der Vereinsseite wurde Bezug zur bisherigen Kritik genommen.
- Dafür: Erkennbarer Witz, der zur Unterhaltung beiträgt
- neutrale Äußerung: Bilder und Statistiken fehlen bisher, allerdings passt das auch in die Story. Der Erzähler findet erst später heraus, wie man diese einbindet. Damit wird die Unwissenheit des Managers ein Teil des Dramas. GENIAL
- Fazit: Allein für die Idee verdient es diese Seite "Lesenswert" zu werden. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und würde auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.
--Robsche1991 13:30 11. Jan 2009 (MEZ)

Und wieder  Pro
Also ich werd nicht mehr viel hinzufügen. Zu turtle2601s Meinung ist zu sagen, dass er wahrscheinlich die Genialität dieser Seite in Ermangelung von intellektuellen Fähigkeiten nicht erkennen kann :-D
Jeder der diese Seite kritisch betrachtet, muss verstehen, dass man sie nicht wie andere Vereinsseiten, beispielsweise meine oder die von turtle lesen kann. Es handelt sich um ein Drama, d.h. es kann die Handlung nicht mehr verändert werden. Außerdem fehlen bei dieser Seite die Bilder nicht, da der Inhalt an sich schon genug aussagt.
Gut finde ich den neugeschaffenen Appendix, denn bisschen allgemeine Informationen müssen schon sein.
Auch die gute Zusammenarbeit mit anderen wikianern (*hust*) finde ich sehr positiv.
Fazit: Ich befürchte, dass es diese Seite nicht zum Prädikat "Lesenswert" schaffen wird, da sie nicht von allen hier verstanden wird. Ich werde jedenfalls bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit mit Pro abstimmen.
--Robsche1991 20:22 24. Mär 2009 (MEZ)


Antwort Ich geh mal davon aus das die Beleidigung nicht so ernst gemeint ist wie sie klingt, zumindest hoffe ich das für dich. Ich glaub auf Adminbeleidigung gibts 10 Jahre Knast. *g*
Ich verstehe durch aus den Sinn dieser Arbeit und ich weiß das es sehr viel Arbeit macht soetwas zu vollbringen, aber ich weiß auch, das man sie verbessern kann und nichts anderes Sage ich. Ich sage nicht das sie nie Lesenswert sein wird. Ich sage nur das man mal überlegen sollte wie sinnvoll es ist eine Unendliche Geschichte zu erzeugen. Wer sie lesen will, kann das ja tun. Ich würde aber sagen, das es sinnvoller wäre die Geschichte besser darzustellen und sie auszulagern. Dadurch würde man die wichtigen Dinge schnell erfahren und für jeden der nen bissle viel an dem Fach Deutsch geschnuppert hat, kann gerne weiterlesen. Aber wenn die Seite so bleibt wird das nie was. Sie ist so einfach nicht lesenswert.
EDIT: Achja, man muss intelligent sein um zu verstehen worum es hier geht, meinst du? Ich denke man muss noch intelligenter sein um zu erkennen, dass dies so einfach nichts wird!! *g*
--Turtle2601 23:00, 24. Mär. 2009 (CET)


Ganz klar  Pro
Ich finde diese Seite einfach GENIAL.Sie gefällt mir einfach.Es hat was Besonderes und ist eine herausragende INDIVIDUELLE Seite.Ich kann den ERZÄHLER nur ermutigen,sein Werk weiter mit viel Elan und Enthusiansmus weiterzuführen.Egal wie oft diese Seite zur Wiederwahl gestellt wird..Von mir gibt es ein JA!!

Edit: Dieser Eintrag ist irrtümlich unter dem Loggin Namen Koelner-Bergwolff(Meine Frau)eingetragen worden.Der Beitrag stammt aber von MIR!!


--Bergwolff 22.04.2009 23:23 MEZ

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